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02/25/2026

8 Min. Lesezeit

Was ist eine Dividende?

was ist eine dividende

Eine Dividende ist der Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet. Wenn du Aktien einer Aktiengesellschaft hältst, kannst du je nach Unternehmen einmal jährlich oder auch mehrmals pro Jahr eine Dividendenzahlung erhalten. Diese Ausschüttung erfolgt meist in Geld, seltener in zusätzlichen Aktien, und zeigt, wie ein Unternehmen seine Anleger am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. In diesem Artikel erfährst du, was eine Dividende ist, welche Bedeutung Dividenden für Anleger haben und wie die Ausschüttung funktioniert. 

  • Einfach erklärt: Eine Dividende ist der Teil des Gewinns eines Unternehmens, der an Aktionäre ausgeschüttet wird und eine Form der Gewinnbeteiligung darstellt. 

  • Arten: Dividenden können in unterschiedlichen Formen ausgezahlt werden, z.B. als Bardividende, Aktiendividende oder Sonderdividende, abhängig von der Dividendenpolitik des Unternehmens. 

  • Ablauf: Ob und in welcher Höhe eine Dividendenzahlung erfolgt, entscheidet die Hauptversammlung nach Feststellung des Jahresüberschuss des Unternehmensgewinns. 

  • Chancen und Risiken: Dividenden können zur Gesamtrendite beitragen, sind jedoch nicht garantiert und hängen von der wirtschaftlichen Lage sowie der Ausschüttungspolitik des Unternehmens ab. 

Definition: Was bedeutet Dividende? 

Eine Dividende ist der Anteil am Gewinn eines Unternehmens, den dieses an seine Aktionäre ausschüttet. Dividenden beschreiben eine Form der Erfolgsbeteiligung für Eigentümer von Aktien. Ob und in welcher Höhe eine Dividendenzahlung erfolgt, entscheidet die Hauptversammlung des Unternehmens, meist einmal pro Jahr. Die Auszahlung erfolgt in der Regel als Geld pro Aktie, kann aber auch in Form von Sachwerten oder zusätzlichen Aktien gewährt werden. 

Wichtige Aspekte einer Dividende im Überblick: 

  • Gewinnausschüttung: Dividenden sind ein Teil des Bilanzgewinns einer Aktiengesellschaft. 

  • Aktionärs-Rendite: Sie bieten eine direkte Rendite auf die Aktieninvestition, die nicht unmittelbar vom Aktienkurs abhängt.  

  • Entscheidung der Hauptversammlung: Der Vorstand schlägt die Dividende vor und die Aktionäre stimmen darüber ab – ein Anspruch besteht nicht automatisch. 

  • Formen: Meist erfolgt die Ausschüttung als Geld, seltener als Sachwerte oder zusätzliche Aktien. 

  • Keine Pflicht: Unternehmen sind nicht verpflichtet Dividenden zu zahlen. 

Welche Arten von Dividenden gibt es? 

Unternehmen können Dividenden in unterschiedlichen Formen ausschütten. Welche Art der Dividendenzahlung gewählt wird, hängt von der Dividendenpolitik und der finanziellen Situation des Unternehmens ab. Die wichtigsten Dividendenarten sind: 

  • Bardividende: Aktionäre erhalten einen festen Geldbetrag pro Aktie, was die häufigste Form der Dividende bei Aktien ist. 

  • Aktiendividende: Statt Geld werden zusätzliche Aktien ausgegeben, wodurch sich die Anzahl der gehaltenen Aktien erhöht. 

  • Sachdividende: Die Ausschüttung erfolgt in Form von Sachwerten, z.B. Produkten oder Dienstleistungen des Unternehmens. 

  • Sonderdividende: Es handelt sich um eine einmalige Dividende, die zusätzlich zur regulären Ausschüttung gezahlt wird, etwa bei außergewöhnlich hohen Gewinnen. 

  • Interimdividende: Eine Dividendenzahlung, die während des laufenden Geschäftsjahres erfolgt, bevor der endgültige Jahresgewinn feststeht. 

  • Schlussdividende: Es handelt sich um eine reguläre Dividende, die nach Ablauf des Geschäftsjahres auf Basis des finalen Gewinns beschlossen wird. 

  • Vorzugsdividende: Inhaber von Vorzugsaktien erhalten eine bevorzugte, häufig festgelegte Dividende, meist ohne Stimmrecht, jedoch mit Vorrang gegenüber Stammaktionären. 

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Wie funktionieren Dividenden? 

Dividenden funktionieren als geregelter Prozess, mit dem Unternehmen einen Teil ihres Gewinns an Aktionäre ausschütten. Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen profitabel wirtschaftet und sich bewusst für eine Dividendenzahlung entscheidet. Der Prozess zeigt, was Dividenden bei Aktien ausmachen und warum Dividendenzahlungen nicht garantiert sind. Ob eine Ausschüttung erfolgt, hängt immer vom Gewinn, der finanziellen Lage und der Dividendenpolitik des Unternehmens ab. 

Der Prozess einer Dividende folgt dabei meist festen Schritten: 

  • Aktienkauf: Anleger erwerben Aktien eines Unternehmens und sind damit Aktionäre der Aktiengesellschaft. 

  • Gewinnermittlung: Das Unternehmen ermittelt am Ende des Geschäftsjahres den erzielten Gewinn. 

  • Dividendenvorschlag: Der Vorstand schlägt vor, ob und in welcher Höhe eine Dividende gezahlt wird. 

  • Beschluss der Hauptversammlung: Die Aktionäre stimmen über die Dividendenzahlung ab, ein automatischer Anspruch besteht nicht. 

  • Bekanntgabe: Das Unternehmen veröffentlicht die Höhe der Dividende sowie den Zeitpunkt der Ausschüttung. 

  • Auszahlung: Aktionäre erhalten die Dividendenzahlung pro gehaltener Aktie auf das Depotkonto. 

Dividendenrendite einfach erklärt 

Die Dividendenrendite zeigt, wie hoch die Dividendenzahlung eines Unternehmens im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs ist. Sie wird in Prozent angegeben und dient als Kennzahl, um Dividendenaktien miteinander zu vergleichen. 

Grundlage ist eine einfache Berechnung:  

Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie / Aktienkurs) × 100 

Die Dividende pro Aktie wird durch den aktuellen Aktienkurs geteilt und anschließend mit 100 multipliziert. Daraus ergibt sich die Dividendenrendite, welche die laufende Ausschüttung eines Unternehmens in Relation zum eingesetzten Kapital setzt. 

Die Dividendenrendite bietet eine erste Orientierung, sollte aber nicht isoliert betrachtet werden. Auch das langfristige Dividendenwachstum eines Unternehmens spielt eine wichtige Rolle, da es Hinweise darauf geben kann, ob Dividenden künftig steigen oder stagnieren.  

Die Dividendenrendite berücksichtigt keine Kursgewinne oder Kursverluste als Ertrag, sondern stellt die Dividendenzahlung ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Sie sagt nichts darüber aus, ob eine Dividendenzahlung in Zukunft fortgeführt oder angepasst wird. Eine sehr hohe Dividendenrendite kann auch entstehen, wenn der Aktienkurs stark gefallen ist, während die Dividende zunächst unverändert bleibt. 

Beispiel zur Berechnung der Dividendenrendite: 

Ein Unternehmen schüttet eine Dividende von 5 Euro pro Aktie aus. Der aktuelle Aktienkurs beträgt 100 Euro. 

Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie / Aktienkurs) × 100 

(5 / 100) × 100 = 5% 

Die Dividendenrendite beträgt in diesem Fall 5%. Anleger erhalten bei einem Investment von 100 EUR pro Aktie eine Dividendenzahlung von 5 EUR pro Jahr. 

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Bekomme ich Dividenden bei ETFs? 

Ja, auch mit einem ETF können Anleger Dividenden erhalten. Entscheidend ist dabei, wie der jeweilige ETF mit den Dividendenzahlungen aus den enthaltenen Aktien umgeht. Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der in viele verschiedene Aktien investiert und meist die Wertentwicklung eines Index nachbildet. Zahlen die enthaltenen Unternehmen Dividenden, werden diese Dividendenzahlungen im ETF gebündelt. 

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten. Ausschüttende ETFs zahlen die gesammelten Dividenden regelmäßig an das Depot der Anleger aus. Thesaurierende ETFs legen die Dividenden automatisch wieder an, wodurch sich der Wert der ETF-Anteile erhöhen kann. Welche Variante genutzt wird, hängt von der Struktur des ETF und der festgelegten Ausschüttungspolitik ab. 

So funktionieren Dividenden bei ETFs: 

  • Dividenden aus Aktien: Die im ETF enthaltenen Unternehmen zahlen Dividenden. 

  • Bündelung: Der ETF sammelt die Dividendenzahlungen aus vielen Dividendenaktien. 

  • Ausschüttung oder Wiederanlage: Je nach ETF werden die Dividenden ausgezahlt oder reinvestiert. 

  • Anteiliger Erhalt: Anleger profitieren entsprechend ihres Anteils am ETF. 

Wichtig: Ob und wie häufig eine Dividendenzahlung erfolgt, hängt vom jeweiligen ETF, dem zugrunde liegenden Index und der Ausschüttungspolitik ab. Viele Dividenden-ETFs orientieren sich dabei an bekannten Indizes wie dem MSCI-World. 

Was ist ein Dividendenkalender? 

Ein Dividendenkalender ist eine Übersicht, die wichtige Termine rund um Dividendenzahlungen von Unternehmen auflistet. Anleger können darin sehen, wann eine Dividende angekündigt, beschlossen und ausgezahlt wird. Der Dividendenkalender hilft dabei, Dividendenzahlungen zeitlich einzuordnen und planbar zu machen. Das gilt sowohl für einzelne Aktien als auch für Dividendenfonds und Dividenden-ETFs, sofern diese ausschüttend sind. Die tatsächliche Höhe der Dividende kann sich jedoch bis zur finalen Entscheidung der Hauptversammlung noch ändern. 

Typischerweise enthält ein Dividendenkalender mehrere zentrale Informationen zu Dividenden: 

  • Unternehmen: Name der Aktiengesellschaft, die eine Dividende ausschüttet 

  • Dividendenhöhe: Höhe der Dividende pro Aktie 

  • Hauptversammlung: Datum, an dem über die Dividendenzahlung entschieden wird 

  • Ex-Dividenden-Datum: Stichtag, ab dem die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird 

  • Zahlungsdatum: Zeitpunkt, zu dem die Dividendenzahlung erfolgt 

Vorteile und Risiken von Dividenden 

Dividenden können für Anleger sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Ob Dividenden sinnvoll sind, hängt von der individuellen Anlagestrategie, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und der Entwicklung des Aktienkurses ab. 

Vorteile von Dividenden: 

  • Zusätzliche Erträge: Dividendenzahlungen ermöglichen laufende Erträge und können ein regelmäßiges Einkommen aus Kapitalanlagen darstellen, unabhängig davon, ob der Aktienkurs steigt oder fällt. 

  • Beitrag zur Gesamtrendite: Dividenden können die Rendite einer Aktieninvestition ergänzen. 

  • Planbarkeit: Regelmäßige Ausschüttungen erleichtern die Einschätzung möglicher Einnahmen. 

  • Signalwirkung: Unternehmen mit langfristiger Dividendenpolitik und kontinuierlichem Dividendenwachstum zeigen häufig eine verlässliche Ausschüttungspraxis. 

Risiken von Dividenden: 

  • Keine Garantie: Dividendenzahlungen können gekürzt oder vollständig ausgesetzt werden. 

  • Steuerliche Belastung: Dividenden unterliegen in vielen Ländern der Besteuerung und reduzieren die Netto-Rendite. 

  • Kursrisiken: Dividenden schützen nicht vor Verlusten durch sinkende Aktienkurse. 

  • Rechnerisch hohe Dividendenrendite: Eine hohe Dividendenrendite kann entstehen, weil der Aktienkurs stark gefallen ist, was auf wirtschaftliche Probleme des Unternehmens hindeuten könnte. 

  • Wachstumsverzicht: Hohe Ausschüttungen können dazu führen, dass Unternehmen weniger Kapital für Investitionen nutzen. 

Fazit: Die Bedeutung von Dividenden für dich als Privatanleger 

Dividenden sind eine Form der Gewinnbeteiligung, mit der Unternehmen ihre Aktionäre am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen. Für dich als Privatanleger können Dividenden eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen und zu einem planbaren Einkommen aus Investitionen beitragen. 

Gleichzeitig sind Dividenden kein garantierter Ertrag. Ob und in welcher Höhe eine Dividendenzahlung erfolgt, hängt von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und dessen Ausschüttungspolitik ab. Auch die Entwicklung des Aktienkurses bleibt ein wichtiger Faktor. 

Die Bedeutung von Dividenden liegt daher vor allem in der Einordnung. Neben der aktuellen Dividendenhöhe kann auch das Dividendenwachstum über mehrere Jahre hinweg ein relevantes Kriterium sein. Dividenden können ein Baustein deiner Anlagestrategie sein, sollten jedoch immer im Zusammenhang mit Risiken, Renditechancen und deinen persönlichen Zielen betrachtet werden. 

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema Dividenden

Nun hast du einen guten Überblick darüber, was Dividenden sind. In unserem FAQ findest du noch weitere Informationen und Antworten auf häufige Fragen zu diesem Thema.