Wenn du dich mit dem Thema Krypto-Trading beschäftigst, hast du sicher von den Begriffen Spot Trading und Margin Trading gehört. Beide Ansätze unterscheiden sich darin, wie ein Trader eine Position eröffnet und wie viel Kapital dafür eingesetzt wird. Im Spot Trading steht der direkte Kauf zum Marktpreis im Fokus, im Margin Trading kommen hingegen Margin, Hebel und Leverage ins Spiel. Damit verändern sich mögliche Gewinne, aber auch das Risiko für Verluste. In unserem Ratgeber erklären wir dir die Bedeutung von Spot Trading und Margin Trading verständlich und übersichtlich. Zudem zeigen wir dir den Unterschied von Spot vs. Margin Trading im Vergleich.
Spot Trading: Beim Krypto-Spot-Handel kaufst du Kryptowährungen zum aktuellen Marktpreis über eine Börse oder einen Broker und hältst die Vermögenswerte anschließend in deinem Konto oder deiner Wallet.
Margin Trading: Beim Margin Trading hinterlegst du eine Margin als Sicherheitsleistung und nutzt Hebel oder Leverage, um mit weniger Kapital eine größere Position zu bewegen.
Spot vs. Margin Trading: Der Unterschied zwischen Spot und Margin Trading zeigt sich bei Eigentum, Kosten und Risiko.
Risikomanagement: Plane Positionsgröße und Ausstieg vor dem Trade, achte auf Liquidität und halte den Plan ein, damit Gewinne und Verluste im Verhältnis zum eingesetzten Geld bleiben.
Was ist Spot Trading?
Beim Spot Trading kaufst oder verkaufst du Kryptowährungen direkt zum aktuellen Marktpreis, dem sogenannten Spot Preis. Der Trade wird dabei zeitnah abgewickelt, sodass die Vermögenswerte nach dem Kauf in deinem Konto beziehungsweise in deiner Wallet verfügbar sind.
Damit du die Bedeutung von Spot Trading schnell einordnen kannst, erklären wir dir die wichtigsten Merkmale und die Funktionsweise in einer klaren Übersicht:
Spot Preis: Du tradest zum aktuellen Marktpreis, nicht zu einem später festgelegten Preis.
Abwicklung: Der Trade wird zeitnah ausgeführt und die Vermögenswerte werden direkt zugeordnet.
Eigentum: Nach dem Kauf hältst du die Kryptowährung wirklich in deiner Wallet, statt nur auf eine Preisbewegung zu setzen, ohne den Vermögenswert zu besitzen.
Kein Hebel: Im Krypto-Spot-Handel nutzt du keinen Hebel und keine Hebelwirkung, also kein Leverage.
Keine Margin: Du musst keine Margin hinterlegen, also keine Sicherheitsleistung als Puffer für geliehenes Kapital, weil Spot Trading ohne Kredit und ohne Hebel läuft.
Kapital: Die Positionsgröße hängt vom verfügbaren Geld im Konto ab, nicht von geliehenen Mitteln.
Ausführung: Spot Trades laufen je nach Anbieter über eine Börse oder einen Broker.
Spot Trading ist oft leichter zu überblicken, weil keine zusätzlichen Regeln rund um Margin und Hebel dazukommen. Gleichzeitig sind mögliche Gewinne stärker durch das eigene Kapital begrenzt. Bei hoher Volatilität kann der Wert deiner Vermögenswerte trotzdem schnell schwanken, was zu Verlusten führen kann.
Was ist Margin Trading?
Beim Margin Trading eröffnest du eine größere Position, als dein eigenes Kapital allein erlauben würde. Du tradest über eine Börse oder einen Broker mit zusätzlichem Kapital, das dir z.B. geliehen wird. Du hinterlegst dafür eine Margin als Sicherheitsleistung, also einen Teil des Positionswerts als Puffer. Durch Hebel und Leverage kann das die möglichen Gewinne erhöhen, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko, dass Verluste schneller größer werden als dein eingesetztes Geld.
Damit du das Prinzip besser einordnen kannst, haben wir hier die wichtigsten Merkmale und Begriffe zusammengefasst:
Hebel und Leverage: Du kontrollierst eine größere Position, obwohl du nur einen Teil als Margin einsetzt, z.B. 100 Dollar Margin für 500 Dollar Positionswert bei fünffachem Hebel.
Margin als Sicherheitsleistung: Die Margin ist der Betrag, den du als Sicherheit hinterlegst, solange die Position offen ist.
Zusätzliches Kapital: Der Gesamtwert der Position kann größer sein als dein eingesetztes Kapital, weil der Anbieter dir dafür zusätzliches Kapital bereitstellt, z.B. als geliehenes Geld.
Verstärkte Gewinne und Verluste: Kursbewegungen wirken sich durch die Hebelwirkung prozentual stärker auf dein eingesetztes Kapital und den Wert deiner Position aus als beim Spot Trading.
Margin Call: Fällt der Kontowert unter eine Mindestanforderung, kann der Anbieter zusätzliche Sicherheitsleistung verlangen oder die Position automatisch schließen.
Liquidität und Marktpreis: In schnellen Marktphasen kann die Ausführung zu einem anderen Marktpreis erfolgen als geplant.
Margin Trading ist in der Regel eher für erfahrene Trader geeignet, weil die Hebelwirkung die Dynamik von Gewinnen und Verlusten deutlich verschärft. Ein klares Risikomanagement hilft, die Positionsgröße zu begrenzen und extreme Verluste besser zu kontrollieren.
