Finanzfragen
Lektion 23
4 min

Das magische Dreieck der Geldanlage

Unabhängig von deiner Erfahrung bei der Geldanlage lohnt es sich bei jeder Anlageentscheidung, das magische Dreieck der Vermögensanlage im Auge zu behalten. Diese drei Faktoren werden auch als “die drei Regeln des Investierens“ bezeichnet: Eine Anlage mit maximaler Rendite bei gleichzeitig minimalem Risiko mit hoher Liquidität gibt es nicht. 

  • Jede Art der Geldanlage kann anhand von drei Kriterien analysiert werden: Rendite, Liquidität und Risiko

  • Als Anleger wirst du je nach deinem persönlichen Risikoprofil jedem dieser drei Faktoren unterschiedliche Bedeutung beimessen

  • Als Faustregel gilt: Je geringer das Risiko, desto geringer die Rendite einer Anlage

  • Die drei Faktoren des magischen Dreiecks können dir helfen, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen

In dieser Lektion lernst du über das magische Dreieck der Geldanlage.

Einige Anleger verfolgen den Grundsatz “Buy-in-the-Dip“ - sie kaufen Aktien und andere Assets dann, wenn die Preise niedrig sind. Andere verfolgen die Entwicklung von Mid-Cap- und Small-Cap-Indizes in der Hoffnung auf hohe Renditen durch Kursgewinne, um zu sehen, welche neue Unternehmen in aufstrebenden Branchen wie Medizintechnik, Finanztechnologien und anderen innovativen Sektoren aufgenommen werden.

Manche Anleger stoßen regelmäßig einen Teil der leistungsstarken Aktien in ihrem Portfolio ab und investieren erneut zu günstigen Kursen in aufstrebende Unternehmen, die Richtung Wachstum positioniert sind. Der Kauf von Large Caps in Zeiten von Kursverlusten ist ebenfalls eine beliebte Strategie. Nicht vergessen: bei jeder Entscheidung gilt es, Gebühren für Transaktionen, in denen Wertpapiere gekauft und verkauft werden, und die Besteuerung von Gewinnen in deine Berechnungen miteinzubeziehen.

Eine Gemeinsamkeit haben jedoch alle Anleger, unabhängig von ihrer Strategie: sie stützen ihre Anlageentscheidungen auf drei Faktoren: Rendite, Liquidität und Risiko.

Schauen wir uns also diese drei Faktoren genauer an.

Die Rendite

Die Erwartung eines Anlegers, Renditen zu erzielen, ist wahrscheinlich das ausschlaggebende Kriterium bei einer Entscheidung Geld anzulegen. Renditen sind die Erträge, die ein Anleger für seine Anlage in Form von Dividendenauszahlungen, Wertsteigerung eines Wertpapiers, Wertsteigerung von Immobilien, Zinseszins usw. erhält.

Ein häufiger Anfängerfehler bei der Geldanlage ist es, hohe Renditen vor alle anderen Faktoren zu stellen. Liquidität und Risiko sind jedoch gleichermaßen wichtig.

Renditen werden fast immer auf der Grundlage der pro Jahr erzielten Einnahmen in Bezug auf den angelegten Betrag (das Startkapital) berechnet. Ein häufiger Fehler von Anfängern bei der Geldanlage ist es, hohe Renditen vor alle anderen Faktoren zu stellen. Liquidität und Risiko sind jedoch gleichermaßen wichtige Faktoren vor jeder Entscheidung. Bedenke, dass risikoreiche Anlagen auch hohe Verluste bedeuten können, während risikoarme Anlagen niedrigere, aber solidere Renditen erzielen können.

Denke daran: Je geringer das Risiko deiner Anlage ist, desto geringer sind die Renditen. Anlagen mit höheren Risiken haben zwar in der Vergangenheit einerseits höhere Renditen erzielt, andererseits können sie auch zu höheren Verlusten führen.

Die Liquidität

Die Liquidität einer Anlage bezeichnet, wie einfach oder schwierig es ist, einen Vermögenswert (Asset) jederzeit zu verkaufen, ohne dass sich dieser Verkauf spürbar auf den Marktpreis dieses Assets auswirkt. Beispielsweise könnte auf einer Exchange der Marktpreis eines Assets infolge einer großen Verkaufsorder innerhalb weniger Sekunden fallen, und dann möchtest womöglich auch du so schnell wie möglich ohne weitere Verluste verkaufen können. Überlege also vor der Anlage oder einem Trade, wie lange der Verkauf des betreffenden Assets gegebenenfalls dauern könnte, wenn du innerhalb kurzer Zeit verkaufen müsstest oder wolltest.

Hohe Handelsvolumen einer Aktie oder anderer Wertpapiere weisen in der Regel auf hohe Liquidität hin. Zu Vermögenswerten mit geringer Liquidität gehören hingegen reale (materielle) Vermögenswerte wie Kunstsammlungen, Immobilien, Unternehmen und andere, deren Verkaufsprozesse oft komplex sein können und daher viel Zeit beanspruchen können - klarerweise dauert der Verkauf eines Hotels in der Regel viel länger als die Durchführung einer Order.

Denke daran: Je höher die Liquidität, desto geringer das Risiko.

 
 
 
 

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Das Risiko

Wie du in Lektion 17 im Abschnitt Private Finanzen der Bitpanda Academy erfahren hast, sind alle Anlagen bestimmten Risiken ausgesetzt, die du berücksichtigen solltest, bevor du dein Geld anlegst. Diese Risiken umfassen mögliche wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Marktrisiken bis hin zu Due-Diligence-Risiken und Änderungen in Steuergesetzen usw.

Natürlich bewundern wir alle erfahrene Anleger, die mit scheinbar geringem Aufwand hohe Renditen für ihre Anlagen erzielen. Höchstwahrscheinlich haben jedoch auch sie einige Jahre gebraucht, um die Grundlagen der Geldanlage zu erlernen. Die Diversifizierung von Vermögenswerten ist eine wichtige Maßnahme, um Risikoverluste mehrerer Anlageformen auszugleichen. Vergiss nicht, dass risikoreiche Anlagen einerseits hohe Gewinne erzielen, aber auch zu hohen Verlusten führen können. Und bitte vergiss nicht: Es kann dir unabhängig vom Investment immer passieren, dass du die gesamte Investitionssumme verlierst.

Vergiss nicht, dass risikoreiche Anlagen einerseits hohe Gewinne erzielen, aber auch zu hohen Verlusten führen können.

Zu risikoreichen Anlagen zählen zum Beispiel Derivate - Verträge, deren Wert sich aus der Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Wertpapiers in der Zukunft (Futures) oder der Aktienperformance (Aktienoptionen) ergibt.

Weiters als risikoreich eingestufte Anlagen sind Kryptowährungen, Crowdfunding (Online-Fundraising für ein Unternehmen mit kleinen Investitionen vieler Parteien), Investitionen in Small Caps in aufstrebenden Branchen usw.

Denke daran: Je höher das mit deiner Anlage verbundene Risiko ist, desto höher sind deine Renditen und desto höher sind deine Verluste, falls die Investition nicht nach Plan verläuft. Je geringer das Risiko deiner Anlage, desto geringer ist die Chance darauf, dass du damit hohe Renditen erzielst.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

BÜCHER

  • Hagstrom, Robert G. - Buffett, Newton, Darwin: Warum Anleger von Physik, Biologie & Co. profitieren

  • Schwager, Jack D.  - Das kleine Buch der Market Wizards: Lektionen von den größten Tradern aller Zeiten

So funktioniert das magische Dreieck der Geldanlage

Tipps zur Geldanlage

Schlummernde Risiken

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