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07/23/2026

7 Min. Lesezeit

Was ist ein Stablecoin? Einfach erklärt

Was ist ein Stablecoin? Einfach erklärt

Stablecoins sollen im Krypto-Markt eine stabilere digitale Werteinheit bieten als viele andere Kryptowährungen. Ihr Wert orientiert sich meist an einer klassischen Währung wie dem US-Dollar. In diesem Ratgeber erklären wir, was ein Stablecoin ist, wie Stablecoins funktionieren, welche Arten es gibt und was du bei Chancen, Risiken und Regulierung beachten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Stablecoins sind digitale Token, deren Wert an Fiat-Währungen oder andere Vermögenswerte gekoppelt ist, um starke Kursschwankungen zu vermeiden.

  • Arten: Es gibt fiat-besicherte, krypto-besicherte und algorithmische Stablecoins ohne reale Deckung.

  • Beispiele: Zu den bekanntesten Stablecoins gehören USD Coin (USDC), Tether (USDT) und DAI.

  • Anwendungsbereiche: Sie dienen für Zahlungen, als Trading-Instrument oder als digitale Ergänzung zu klassischen Währungen.

  • Chancen und Risiken: Stablecoins bringen mehr Stabilität in den Krypto-Markt, bergen aber Risiken wie fehlende Transparenz oder das Verlieren der Kopplung (Depeg).

Was ist ein Stablecoin?

Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert an einen stabilen Vermögenswert wie den US-Dollar, den Euro oder Gold gekoppelt ist. Diese Kopplung wird auch als "Peg" bezeichnet und soll den Kurs möglichst konstant halten. Dadurch schwankt der Preis eines Stablecoins in der Regel deutlich weniger als der von anderen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum.

Stablecoins werden auf einer Blockchain ausgegeben und beispielsweise für Zahlungen, Überweisungen oder als Zwischenlösung beim Trading genutzt. Wie ihre Wertbindung abgesichert wird, hängt vom jeweiligen Modell ab: Ein Emittent kann Reserven hinterlegen, während andere Stablecoins dezentrale Mechanismen verwenden.

Wie funktionieren Stablecoins?

Technisch betrachtet werden Stablecoins als digitale Token auf einer Blockchain ausgegeben. Je nach Modell soll ihre Wertstabilität durch Reserven, Krypto-Sicherheiten oder algorithmische Mechanismen erreicht werden. Bei einer 1:1-Kopplung entspricht ein Stablecoin rechnerisch einer Einheit des zugrunde liegenden Basiswerts.

Bei besicherten Modellen werden die Reserven von einem Emittenten verwaltet oder durch Smart Contracts kontrolliert. Sie bestehen meist aus Bankguthaben und kurzlaufenden Staatsanleihen; bei krypto-besicherten Stablecoins werden stattdessen Krypto-Vermögenswerte hinterlegt.

In der Praxis wird dieser Zielwert oft nur annähernd erreicht. Neben Kursschwankungen der hinterlegten Werte besteht das Risiko, dass die Reserven nicht vollständig vorhanden oder nicht ausreichend transparent sind. Eine dauerhaft exakte Wertdarstellung ist daher nicht garantiert.

Arten von Stablecoins

Es gibt drei Arten von Stablecoins. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie ihr Wert abgesichert und möglichst konstant gehalten wird (dem sogenannten Pegging-Mechanismus).

Fiat-besicherte Stablecoins

  • Definition: Fiat-besicherte Stablecoins sind an eine klassische Währung wie den US-Dollar oder Euro gekoppelt.

  • Mechanismus: Der angestrebte 1:1-Wert wird durch Reserven abgesichert, die oft aus Bargeld oder kurzfristigen Anleihen bestehen und von einem Emittenten bei Banken verwaltet werden. In der Praxis kann es zu Abweichungen kommen, etwa wenn Reserven schwanken oder nicht vollständig offengelegt sind.

  • Beispiel: USD Coin (USDC), herausgegeben von Circle.

Krypto-besicherte Stablecoins

  • Definition: Krypto-besicherte Stablecoins werden nicht durch Fiat-Währungen gedeckt, sondern durch hinterlegte Kryptowährungen.

  • Mechanismus: Weil Kryptowährungen selbst schwanken, wird meist mehr Sicherheit hinterlegt, als der Stablecoin wert ist (Überbesicherung). Smart Contracts steuern die Deckung automatisch.

  • Beispiel: DAI, verwaltet von MakerDAO.

Algorithmische (nicht-besicherte) Stablecoins

  • Definition: Algorithmische Stablecoins nutzen keine physischen Reserven.

  • Mechanismus: Stattdessen steuern Smart Contracts das Angebot anhand der Nachfrage, um den Wert konstant zu halten.

  • Beispiel: TerraUSD (UST), das im Mai 2022 seine Kopplung an den US-Dollar verlor und zusammenbrach. Das Modell gilt als experimentell und zeigt gerade in Extremsituationen Schwächen.

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Warum gibt es Stablecoins?

Stablecoins sind eine Reaktion auf die starke Volatilität vieler Kryptowährungen. Durch die Bindung an klassische Währungen zielen sie darauf ab, Kursschwankungen zu minimieren. Gleichzeitig verbinden sie schnelle, grenzüberschreitende Transaktionen mit einer wertgebundenen digitalen Einheit. So lassen sich Zahlungen auf der Blockchain planbarer abwickeln, sei es beim Trading oder im Alltag.

Trotz ihrer Absicherung durch Vermögenswerte oder Algorithmen sind Stablecoins nicht frei von Risiko. Sie zeigen aber, wie sich Kryptowährungen praktisch nutzen lassen, besonders in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen.

Anwendungsbereiche für Stablecoins

Stablecoins bieten viele Einsatzmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Krypto-Ökosystems:

  • Zahlungen: für schnelle, kostengünstige und globale Transaktionen

  • Trading: als Zwischenwährung, um bei hoher Volatilität aus schwankenden Token auszusteigen

  • Überweisungen: für grenzüberschreitende Zahlungen mit geringeren Gebühren und schnellerer Abwicklung

  • Absicherung: als Wertaufbewahrungsmittel in volatilen Marktphasen oder in Ländern mit instabilen Währungen

  • Smart Contracts: als verlässlicher Referenzwert für automatisierte Abläufe auf der Blockchain

  • Dezentrale Finanzanwendungen (DeFi): für Lending oder Liquiditätspools auf Blockchain-Plattformen

In DeFi übernehmen Stablecoins eine Schlüsselrolle: Sie ermöglichen stabilere Transaktionen und dienen als Sicherheiten auf Kreditplattformen. Ohne sie wären viele DeFi-Protokolle deutlich anfälliger für Kursschwankungen.

Welche Stablecoins gibt es? Die Liste im Überblick
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Hinweis

Tether (USDT) ist zwar nach Marktwert der größte Stablecoin der Welt, verzichtete jedoch auf eine MiCAR-Zulassung und ist deshalb von den regulierten europäischen Handelsplätzen verschwunden. Binance USD (BUSD) wurde nicht mehr fortgeführt: Der Emittent Paxos stellte die Neuausgabe Anfang 2023 auf Anordnung der US-Aufsichtsbehörde ein.

Was ist USDC?

USD Coin (USDC) ist ein fiat-besicherter, an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin, der 2018 gestartet wurde. Herausgeber ist das börsennotierte US-Unternehmen Circle, das die Deckung durch Barreserven und kurzfristige US-Staatsanleihen monatlich von Wirtschaftsprüfern bestätigen lässt. Mit rund 73 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung ist USDC der zweitgrößte Stablecoin weltweit. In der Praxis wird USDC häufig für Zahlungen, für das Trading und in blockchainbasierten Finanzanwendungen genutzt.

Auf Bitpanda kannst du unter anderem USD Coin (USDC) handeln. Bitpanda ist dabei nicht der Emittent der gezeigten Stablecoins.

Was ist DAI?

DAI ist ein dezentralisierter Stablecoin, der von MakerDAO verwaltet wird, einer dezentralen autonomen Organisation (kurz DAO). DAI hält seine Bindung an den US-Dollar über einen Mechanismus, der durch Smart Contracts und hinterlegte Krypto-Sicherheiten gesteuert wird. DAI ist damit ein Beispiel für die Verbindung von Stabilität und Dezentralisierung, ohne eine übergeordnete zentrale Kontrolle.

Wie sieht die Regulierung von Stablecoins aus?

Stablecoins stehen weltweit zunehmend im Fokus von Finanzmarktaufsichten. Ziel der Regulierung ist es, Transparenz, Verbraucherschutz und die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.

In der EU gilt die Verordnung "Markets in Crypto-Assets" (MiCAR). Sie ist am 29. Juni 2023 in Kraft getreten. Die Regeln für Stablecoins gelten seit dem 30. Juni 2024, die übrigen Vorgaben seit dem 30. Dezember 2024. Nach Ablauf aller Übergangsfristen gilt MiCAR seit dem 1. Juli 2026 vollständig. MiCAR unterscheidet zwei Arten von Stablecoins:

  • E-Geld-Token (EMTs): Ihr Wert ist an eine einzelne Währung wie den Euro oder US-Dollar gekoppelt.

  • Vermögenswertreferenzierte Token (ARTs): Ihr Wert bezieht sich auf mehrere Vermögenswerte, einen Korb von Währungen oder andere Werte.

Emittenten müssen unter anderem nachweisen, dass ausreichende Reserven vorhanden sind und regelmäßig geprüft werden. Die BaFin als deutsche Finanzmarktaufsicht prüft die Einhaltung dieser Vorgaben mit.

In den USA unterzeichnete Präsident Trump am 18. Juli 2025 den GENIUS Act, das erste umfassende bundesweite Regelwerk für Zahlungs-Stablecoins in den USA. Herausgeben dürfen Zahlungs-Stablecoins künftig grundsätzlich nur zugelassene Emittenten ("permitted payment stablecoin issuers"), die eine 1:1-Deckung durch hochwertige, liquide Reserven halten, diese monatlich offenlegen und von einer unabhängigen Prüfungsgesellschaft prüfen lassen müssen. Der GENIUS Act tritt zum früheren der beiden folgenden Zeitpunkte in Kraft: 18 Monate nach der Verabschiedung (also am 18. Januar 2027) oder 120 Tage nachdem die zuständigen US-Aufsichtsbehörden ihre finalen Regeln veröffentlicht haben.

Vor- und Nachteile von Stablecoins

Stablecoins verbinden die Stabilität herkömmlicher Währungen mit den technologischen Möglichkeiten von Kryptowährungen. Sie können aber Risiken haben, je nachdem, welche Art betrachtet wird.

Vorteile

  • Geringere Kursschwankungen als bei anderen Kryptowährungen

  • Schnelle und oft günstige Transaktionen, auch grenzüberschreitend

  • Rund um die Uhr verfügbar, ohne Bindung an Banköffnungszeiten

  • Nutzbar für Zahlungen, Trading und DeFi-Anwendungen

Nachteile

  • Die Kopplung kann verloren gehen (Depeg), wie bei TerraUSD im Jahr 2022

  • Reserven sind nicht immer vollständig oder transparent belegt

  • Bei zentralen Emittenten besteht ein Abhängigkeits- und Ausfallrisiko

  • Regulatorische Vorgaben können sich ändern und die Nutzung einschränken

  • Algorithmische Modelle gelten als besonders anfällig

So kannst du Stablecoins auf Bitpanda kaufen

Auf Bitpanda kannst du unter anderem USD Coin (USDC), EURC und EURCV handeln. So gehst du dabei in der Regel vor:

  1. Konto erstellen: Registriere dich bei Bitpanda und schließe die Verifizierung deiner Identität ab.

  2. Geld einzahlen: Zahle Guthaben über eine der verfügbaren Zahlungsmethoden ein.

  3. Stablecoin auswählen: Suche den gewünschten Stablecoin, zum Beispiel USD Coin (USDC).

  4. Betrag festlegen: Gib den Betrag ein, den du investieren möchtest, und prüfe die Details vor dem Kauf.

  5. Kauf bestätigen: Schließe die Transaktion ab. Der Stablecoin erscheint danach in deinem Portfolio.

Bitpanda ist nicht der Emittent der gezeigten Stablecoins. Der Kauf von Kryptowährungen ist mit Risiken verbunden, und es kann zu Verlusten kommen. Investiere nur Beträge, deren Verlust du verkraften kannst.

Fazit: Stablecoins und ihre Bedeutung in der Krypto-Welt

Stablecoins sind eine Brücke zwischen der schwankungsanfälligen Krypto-Welt und der Stabilität traditioneller Währungen. Weil sie an Werte wie den US-Dollar, den Euro oder Gold gekoppelt sind, machen sie alltägliche Transaktionen, das Trading und die Aufbewahrung von Werten planbarer als bei anderen Krypto-Coins.

Gleichzeitig sind Stablecoins nicht risikofrei. Ob eine Kopplung hält, hängt von der Qualität der Reserven, der Transparenz des Emittenten und dem gewählten Mechanismus ab. TerraUSD hat 2022 gezeigt, wie schnell ein Modell ohne echte Deckung scheitern kann. Wer Stablecoins nutzt, sollte daher genau prüfen, wie ein bestimmter Stablecoin gedeckt ist und wer dahintersteht.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stablecoins