Zwei Arten von Staking Pools
Es gibt private und öffentliche Staking-Pools zur Teilnahme an der Transaktions-Validierung in Proof of Stake-Netzwerken. Während private Pools nur ihren Betreibern Gewinne einbringen, können Delegatoren ihre Coins an öffentliche Nodes delegieren, um bei der Sicherung des Blockchain-Netzwerks zu helfen und dafür selbst ein zusätzliches Einkommen zu generieren. Eine Node ist ein Knotenpunkt in Proof of Stake Netzwerken.
Im Folgenden findest du einige Kriterien, die du berücksichtigen solltest, bevor du deine Coins an einen Staking-Pool delegierst.
Die Gebühren des Staking-Pools
Für die Teilnahme an einem Staking-Pool entstehen Kosten für Delegatoren. Die Einrichtung und Wartung des Pools erfordert Zeit und Fachwissen. Die Betreiber verpflichten sich, die Funktionsfähigkeit eines bestimmten Netzwerks zu gewährleisten. Dazu versorgen sie ihren Pool rund um die Uhr mit Ressourcen und Energie und übernehmen gegenüber den delegierenden Haltern der Coins oder Token Verantwortung. Aus diesem Grund verlangen die meisten Betreiber von Staking-Pools von den Delegatoren eine Servicegebühr, die von ihrem Anteil an den Rewards abgezogen wird.
Einige Netzwerke berechnen den Teilnehmern auch verschiedene weitere Arten von Gebühren. So können je nach Staking-Pool Gebühren für das Delegieren von Coins erhoben werden oder Gebühren auf die Gewinnspanne der Rewards selbst anfallen. Die Betreiber der Pools erhalten außerdem regelmäßig einen Anteil an den Transaktionsgebühren und neu gemintete Token, wenn sie ihre Nodes in voller Übereinstimmung mit dem Konsens betreiben. Minting beschreibt den Prozess, bei dem neue Coins oder Token als Belohnung für das Staking generiert werden.
Die Höhe des Mindeststakes
Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Staking-Pools ist die Höhe des Mindeststakes. Die meisten Staking-Pools verlangen einen vergleichsweise geringen Betrag, um als Delegator teilzunehmen. Niedrige Mindeststakes ermöglichen auch Kleinanlegern den Zugang zum Staking. So kannst du bereits mit geringen Beträgen am Pool teilnehmen, von den Belohnungen profitieren und Erfahrungen im Staking von Kryptowährungen sammeln, ohne hohe Risiken einzugehen.
Die Größe des Pools
Eine große Anzahl von Delegatoren ist für die Sicherheit eines Blockchain-Netzwerks von Vorteil. Ein großer Pool zieht allerdings auch immer mehr Delegatoren an, bis ein Sättigungspunkt erreicht wird. Ab diesem Sättigungspunkt sinkt die Höhe der gebotenen Rewards und damit auch die Rendite der Anlieger.
Dieser Punkt verhindert, dass einzelne Pools zu groß werden, und fördert die Dezentralisierung des Netzwerks durch Anreize für die Einrichtung alternativer Pools. Einige Pools verfügen auch über eine Delegationsobergrenze, die einen maximal möglichen Betrag an Token festlegt und nach Erreichen der Delegationsobergrenze keine weiteren Coins mehr annimmt.
Das Pfand des Staking-Pools
Um die Funktionsfähigkeit und Sicherheit zu gewährleisten, sorgt das Pfand (Pledge) dafür, dass Delegatoren für Staking-Pools gewonnen werden und gleichzeitig ein hohes Maß an Dezentralisierung der Blockchain gewährleistet ist. Pfand bezeichnet in diesem Kontext den festen Beitrag eines Poolbetreibers zur Gesamtliquidität des Pools. Der Zweck des Pfands ist es, Vertrauen bei den potenziellen Teilnehmern des Pools zu schaffen. Indem der Betreiber eigene Mittel einsetzt, signalisiert er, dass er sich dem Pool verpflichtet fühlt.
Es gibt grundsätzlich keinen Mindestbetrag für das Pfand eines Staking-Pools. Bei geringen eingebrachten Beträgen kann es allerdings sein, dass Pools zwar Transaktionen validieren und damit neue Blöcke produzieren, aber keine Rewards generieren können. Validatoren mit hohen Stakes werden mit größerer Wahrscheinlichkeit für die Validierung des nächsten Blocks ausgewählt und erhalten im Gegenzug hohe Belohnungen.
Daher kann der Betreiber eines Staking-Pools einen Betrag seiner Wahl, das Pfand, in seinen Pool einzahlen, um Halter anzulocken, die ihre Coins delegieren möchten. Dabei wird davon ausgegangen, dass Validatoren mit hohen Stakes mit größerer Wahrscheinlichkeit für die Validierung des nächsten Blocks ausgewählt werden und im Gegenzug hohe Belohnungen erhalten.
Der Live-Stake
Informiere dich immer über den aktuellen Live-Stake eines Pools, bevor du einsteigst. Dabei handelt es sich um die Gesamtmenge an Kryptowährung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt insgesamt in einem Pool gestakt wird. Die Kennzahl wird berechnet, indem man den von einem Betreiber eines Pools zugesagten Stake, also das Pfand, und den derzeit an den Pool delegierten Stake addiert und durch den Gesamtstake im System teilt.
Die Betrachtung des Live-Stakes ist wichtig, um die Größe und das Gewicht des Pools im Netzwerk zu verstehen. Der Wert beeinflusst die Chance, dass der Pool Transaktionen validieren darf und dafür Belohnungen erhält. Der Live-Stake eines Pools zeigt also, wie aktiv und groß er ist und welches Potenzial auf Rendite er hat.
Das Ranking eines Staking-Pools
Das Ranking von Pools basiert auf Schlüsselinformationen wie beispielsweise:
Gesamtleistung des Pools bei der Blockerstellung (beauftragte Blöcke vs. validierte Blöcke)
Gesamtzahl der produzierten Blöcke
erwartete Rendite
Gesamtzahl der gestakten Krypto-Coins oder -Token
Betriebskosten eines Pools pro Epoche
Live-Stake
gemintete Blöcken pro Epoche
Sättigungsgrad des Pools
Die Attraktivität eines Pools zeichnet sich durch die Position an der Spitze des Rankings aus. Eine Epoche bezeichnet den Zeitraum, in dem bestimmte Aktionen und Prozesse in einem Proof of Stake (PoS)-Netzwerk stattfinden.
Informiere dich immer über den aktuellen Live-Stake eines Pools, bevor du einsteigst. Diese Kennzahl wird berechnet, indem man den von einem Poolbetreiber für diesen Pool zugesagten Stake, das Pfand, und den derzeit an den Pool delegierten Stake addiert und durch den Gesamtstake im System dividiert.
Weitere Faktoren
Neben den bereits erwähnten Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Staking-Pools solltest du dich auch mit externen Faktoren des Protokolls vertraut machen. So ist es möglich, Pools zu wählen, die beispielsweise mit Ökostrom oder von einer NGO betrieben werden.
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