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06/03/2026

7 Min. Lesezeit

Ordertypen einfach erklärt: Welche Orderarten gibt es beim Trading?

Ordertypen einfach erklärt

Ordertypen legen fest, wie Kauf- und Verkaufsorders ausgeführt werden. Dabei ist eine Order der Auftrag eines Anlegers an einen Broker oder eine Exchange, ein Asset wie Aktien oder Kryptowährungen zu kaufen oder zu verkaufen. Limit Orders, Stop Loss Orders, Stop Limit Orders und Market Orders gehören zu den bekanntesten Ordertypen an der Börse und bei Brokern. In unserem Ratgeber erfährst du, was Ordertypen genau sind, welche es sonst noch gibt und welche Orderart zu deiner Tradingstrategie passen kann.

  • Ordertypen einfach erklärt: Ordertypen bestimmen, wann und zu welchem Preis Kauf- oder Verkaufsorders an Börse oder über Broker ausgeführt werden.

  • Orderarten: Zu den bekanntesten Orderarten gehören Market, Limit, Stop Loss Orders und Trailing Stops.

  • Order und passende Strategie: Während Market Orders häufig für schnelle Ausführungen genutzt werden, kommen Limit Orders, Stop Orders oder Trailing Stops oft bei festen Kurszielen und der Begrenzung möglicher Verluste zum Einsatz.

  • Ordertypen bei Aktien und ETFs: Viele Ordertypen funktionieren bei Aktien und ETFs ähnlich wie bei Kryptowährungen – Unterschiede zeigen sich vor allem bei Volatilität und Geschwindigkeit der Kursbewegungen der jeweiligen Märkte.

Was sind Ordertypen?

Einfach erklärt sind Ordertypen Regeln für die Ausführung von Kauf- und Verkaufsorders an der Börse oder beim Krypto-Trading. Verschiedene Orderarten können dir dabei helfen, Käufe und Verkäufe genauer an deine Tradingstrategie anzupassen. Du kannst damit beispielsweise festlegen, ob eine Order sofort zum aktuellen Kurs ausgeführt oder erst bei einem bestimmten Preis aktiviert wird. Welche Orderart sich eignet, hängt von deiner individuellen Tradingstrategie, dem Asset und der Marktbewegung ab.

Nicht jede Börse oder jede Krypto-Plattform unterstützt dieselben Ordertypen. Einige Broker bieten zusätzlich noch sogenannte Orderzusätze an, mit denen du weitere Bedingungen für die Ausführung einer Order festlegen kannst. Prüfe deshalb vor dem Trading, welche Funktionen und Orderzusätze dir auf der jeweiligen Plattform zur Verfügung stehen.

Die wichtigsten Ordertypen im Überblick

Ob Trailing Stop Order, Market Order oder Limit Order – die verschiedenen Ordertypen an der Börse und bei Brokern unterscheiden sich vor allem darin, wann und zu welchem Preis eine Order ausgeführt wird. Damit du die Unterschiede zwischen den einzelnen Orderarten besser verstehst, schauen wir uns die wichtigsten Ordertypen und ihre Funktionsweise genauer an.

Market Order

Die Ausführung dieses Ordertyps findet sofort zum besten verfügbaren Marktpreis statt. Sobald du eine Market Order platzierst, sucht die Börse automatisch nach dem aktuell besten Kauf- oder Verkaufspreis für das jeweilige Asset. Eine Market Order eignet sich vor allem dann, wenn die schnelle Ausführung wichtiger ist als ein exakter Kurs. Gerade in volatilen Märkten kann der endgültige Ausführungspreis allerdings vom ursprünglich angezeigten Preis abweichen.

Limit Order

Eine Limit Order bedeutet, dass der Ordertyp eine Kauforder oder Verkaufsorder nur zu einem zuvor festgelegten Preis oder besser ausführt. Eine Limit Order kommt als Ordertyp häufig bei einem Kauf oder Verkauf zum Einsatz, wenn du ein Asset nur unterhalb eines bestimmten Kurses kaufen möchtest oder erst ab einem festgelegten Verkaufspreis verkaufen möchtest. Wird das festgelegte Limit nicht erreicht, erfolgt keine Ausführung.

Stop Order

Eine Stop Order wird erst aktiviert, sobald ein bestimmter Preis erreicht wird. Danach versucht die Börse, die Kauf- oder Verkaufsorder schnellstmöglich zum aktuellen Marktpreis auszuführen. Trader nutzen Stop Orders häufig, um auf bestimmte Kursbewegungen zu reagieren oder bestehende Positionen abzusichern. Da die Ausführung nach der Aktivierung zum aktuellen Marktpreis erfolgt, kann der endgültige Preis bei starken Kursschwankungen vom gewünschten Kurs abweichen.

Stop Loss Order

Die Stop Loss Order dient dazu, mögliche Verluste bei starken Kursrückgängen zu begrenzen. Fällt der Kurs eines Assets auf einen zuvor festgelegten Preis, wird automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst. Vor allem in volatilen Märkten kann eine Stop Loss Order dabei helfen, Positionen nicht dauerhaft manuell überwachen zu müssen. Der tatsächliche Verkaufspreis kann jedoch unter dem gesetzten Kurs liegen, wenn sich der Markt sehr schnell bewegt.

Stop Limit Order

Eine Stop Limit Order ist ein Ordertyp, der eine Stop Order mit einer Limit Order kombiniert. Sobald der festgelegte Preis erreicht wird, aktiviert das System automatisch eine Limit Order mit einem zuvor definierten Preis. Mit einer Stop Limit Order kannst du festlegen, zu welchem Kurs eine Order maximal oder minimal ausgeführt werden soll. Wird das gesetzte Limit nach der Aktivierung nicht erreicht, erfolgt keine Ausführung.

Stop Buy Order

Den Ordertyp „Stop Buy Order“ nutzen Trader, wenn sie eine Kauforder erst oberhalb eines bestimmten Kurses ausführen möchten. Die Orderart kommt häufig zum Einsatz, wenn auf steigende Kurse oder den Ausbruch aus einer bestimmten Kurszone reagiert werden soll.

Sobald der festgelegte Preis erreicht wird, lösen Börse oder Broker die Kauforder automatisch aus. In schnell bewegenden Märkten kann der tatsächliche Kaufpreis vom ursprünglich festgelegten Kurs abweichen.

Trailing Stop Order

Eine Trailing Stop Order passt den Preis automatisch an die Kursbewegung eines Assets an. Steigt der Kurs, bewegt sich der festgelegte Abstand der Order mit. Fällt der Kurs, bleibt der Wert unverändert.

Viele Trader nutzen Trailing Stops, um bereits erzielte Gewinne bei laufenden Kursbewegungen abzusichern, ohne eine Position sofort zu schließen. Vollständig vor Kursschwankungen schützen auch Trailing Stops jedoch nicht. Bei starken Marktbewegungen kann der endgültige Ausführungspreis höher oder niedriger als der festgelegte Kurs ausfallen.

Take Profit Order

Bei einer Take Profit Order handelt es sich um einen Ordertypen, der eine Position automatisch schließt, sobald ein zuvor festgelegter Zielkurs erreicht wird. Trader verwenden diesen Ordertyp oftmals, um Gewinne nicht dauerhaft manuell überwachen zu müssen.

Take Profit Orders finden vor allem beim kurzfristigen Trading Anwendung, um geplante Kursziele automatisiert umsetzen zu können. Wird der festgelegte Preis nicht erreicht, bleibt die Order offen bestehen, bis sie ausgeführt, gelöscht oder automatisch beendet wird.

OCO Order

Die OCO Order steht für „One Cancels the Other“. Dabei werden zwei Orders miteinander verbunden. Sobald eine der beiden Orders ausgeführt wird, storniert das System automatisch die andere Order.

One Cancels the Other Orders kombinieren häufig eine Stop Loss Order mit einer Take Profit Order. Dadurch können Trader gleichzeitig einen möglichen Gewinn und eine mögliche Verlustbegrenzung vorbereiten. Sobald eine der beiden Orders ausgeführt wird, löscht der Broker oder die Börse die andere Order automatisch. So lassen sich unterschiedliche Kurs-Szenarien gleichzeitig vorbereiten, ohne beide Orders manuell verwalten zu müssen.

If Done Order

Auch eine If Done Order verbindet zwei Orders miteinander. Die zweite Order wird erst aktiv, nachdem die erste Order vollständig ausgeführt wurde.

Diese Orderart kommt häufig bei komplexeren Tradingstrategien zum Einsatz. Trader können dadurch mehrere Schritte vorbereiten und bestimmte Orders automatisch an eine vorherige Ausführung koppeln. Häufig wird nach einer ausgeführten Kauforder automatisch eine weitere Order aktiviert, beispielsweise eine Stop Loss Order oder eine Take Profit Order.

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Ordertypen im Vergleich: Welche Order passt zu welcher Strategie?

Einige Orders priorisieren eine schnelle Ausführung, andere arbeiten mit festen Preisgrenzen –welchen Ordertyp du einsetzen solltest, hängt vor allem von deiner Tradingstrategie und der aktuellen Marktsituation ab. 

Hier einige Beispiele für Ordertypen und die passende Strategie dazu:

  • Market Order: eignet sich für schnelle Käufe und Verkäufe zum aktuellen Marktpreis

  • Limit Order: kommt häufig zum Einsatz, wenn ein Kauf oder Verkauf nur zu einem bestimmten Preis erfolgen soll

  • Stop Loss Order: wird genutzt, um mögliche Verluste bei starken Kursbewegungen zu begrenzen

  • Take Profit Order: eignet sich, wenn Gewinne ab einem bestimmten Kursziel automatisch realisiert werden sollen

  • Trailing Stop Order: passt den Kurs automatisch an laufende Kursbewegungen an

  • OCO Order: kombiniert häufig Gewinnziele und Verlustbegrenzungen in einer Order

Ordertypen bei Aktien, ETFs und Kryptowährungen

Viele Ordertypen funktionieren bei Wertpapieren wie Aktien und ETFs ähnlich wie bei Kryptowährungen. Trotzdem unterscheiden sich die Märkte teilweise deutlich bei Volatilität und Geschwindigkeit der Kursbewegungen.

Beim Trading mit Aktien und ETFs bewegen sich Kurse häufig langsamer als im Kryptomarkt. Deshalb nutzen Anleger dort oftmals Limit Orders, um Wertpapiere zu bestimmten Einstiegspreisen zu kaufen oder geplante Verkaufspreise festzulegen.

Kryptowährungen reagieren dagegen häufig deutlich schneller auf Marktbewegungen. Gerade beim kurzfristigen Trading setzen viele Trader deshalb zusätzlich auf Stop Orders, Trailing Stops oder automatisierte Verkaufsorders. Durch die hohe Volatilität können Ausführungspreise dabei stärker vom ursprünglich gewünschten Kurs abweichen.

Welche Ordertypen gibt es bei Bitpanda?

Bei Bitpanda stehen dir unter anderem verschiedene Limit Orders für das Trading mit Kryptowährungen zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kannst du Kauf- und Verkaufsorders genauer planen und unterschiedliche Kursziele im Voraus festsetzen.

Bitpanda Limit Orders vereinen die Kontrolleigenschaften einer Limit Order mit der Automatisierung einer Stop Loss Order. Du kannst deine Kauf- und Verkaufspreise* sowohl oberhalb als auch unterhalb des aktuellen Marktpreises festlegen. Dadurch können sich potenzielle Gewinne absichern und mögliche Verluste begrenzen lassen.

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Fazit: Ordertypen helfen dir, Trades gezielter auszuführen

Ordertypen bestimmen, wie ein Auftrag an Börse oder über Broker ausgeführt wird. Je nach Tradingstrategie, Marktphase und Risikobereitschaft von Tradern und Anlegern können unterschiedliche Orderarten dabei helfen, Orders gezielter zu platzieren und bestimmte Kursbedingungen im Voraus festzulegen. Gerade beim Trading mit volatilen Assets wie Kryptowährungen lohnt es sich deshalb, die Funktionsweise der einzelnen Ordertypen vor dem Platzieren einer Order genau zu verstehen.

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Disclaimer

*Eine Bitpanda Limit Order wird zum besten verfügbaren Preis ausgeführt. Dieser kann höher oder niedriger als der Zielpreis liegen, insbesondere in volatilen Märkten. Der endgültige Ausführungspreis kann vom angegebenen Zielpreis abweichen. Es ist wichtig, dass du dir über dieses Risiko im Klaren bist, wenn du eine Limit Order erstellst.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist nicht als Angebot oder Empfehlung zu verstehen. Nichts in dieser Kommunikation stellt eine Anlageberatung dar oder kann eine solche ersetzen.

Bitpanda gibt keine Zusicherungen oder Garantien in Bezug auf die Richtigkeit oder Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen.

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