Stell dir vor, du könntest eine größere Position in Aktien eingehen, ohne den kompletten Kaufpreis sofort zu bezahlen. Genau das macht der Hebel möglich: Er erlaubt dir, dein Marktengagement mit einem kleineren Betrag an eigenem Geld zu erhöhen. Doch das wirkt in beide Richtungen: Wo mögliche Renditen verstärkt werden, werden Verluste bei fallenden Kursen genauso vergrößert. Besonders beim Margin Trading können Verluste deine ursprüngliche Investition übersteigen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie ein Hebel bei Aktien funktioniert, welche Hebelprodukte es gibt und welche Risiken du kennen solltest.
Erklärung: Ob durch den Einsatz von Margin oder derivativen Hebelprodukten, ein Hebel vergrößert bei Aktien sowohl deine Gewinne als auch deine Verluste proportional – dein Kapitaleinsatz ist dabei die einzige Variable, die du aktiv kontrollierst.
Größeres Marktengagement: Hebelprodukte wie Optionsscheine, Futures oder Zertifikate ermöglichen dir, eine Position im zugrundeliegenden Basiswert einzugehen, die größer ist, als es dein eigenes Kapital allein erlauben würde. Das bedeutet auch, dass sich jede ungünstige Kursbewegung proportional stärker auf dein Kapital auswirkt.
Hohes Risiko, hohes Tempo: Bei bestimmten Hebelprodukten kann dein Totalverlust auf das eingesetzte Kapital begrenzt sein. Beim Margin Trading können Verluste jedoch über deine hinterlegte Sicherheit hinausgehen, wenn sich der Markt stark gegen deine Position bewegt.
Für Einsteiger: Das Handeln von Aktien mit Hebel erfordert Erfahrung. Tools wie Stop-Loss-Orders und eine bewusste Positionsgröße können helfen, bestimmte Risiken zu reduzieren, das Verlustrisiko jedoch nicht ausschließen.
Einfach erklärt: Was sind Hebel bei Aktien und Margin Trading?
Ein Hebelprodukt ermöglicht dir, mit einem kleineren Betrag deines eigenen Geldes ein großes Marktvolumen zu handeln. Du bringst einen Teil des Wertes selbst auf, während der Rest durch eine Finanzierung bereitgestellt wird. Dadurch wirkt sich jede Kursbewegung des zugrundeliegenden Basiswerts stärker auf dein eingesetztes Kapital aus – Gewinne und Verluste werden verstärkt.
Der Handel von Aktien mit Hebel kann für erfahrene Anleger attraktiv sein, die gezielt ein größeres Marktengagement suchen. Dabei wächst das Risiko jedoch im gleichen Maße wie die mögliche Rendite: Du profitierst nur dann vom Hebeleffekt, wenn sich der Kurs in die prognostizierte Richtung bewegt. Andernfalls können Verluste ebenso schnell anwachsen und beim Margin Trading sogar deinen ursprünglichen Einsatz übersteigen.
Eine besondere Form des Hebelhandels ist das Margin Trading: Du leihst dir Kapital, um echte Wertpapiere zu kaufen, und bringst nur einen Teil des Kaufpreises selbst auf. Dein eingesetztes Kapital und die gekauften Wertpapiere dienen als Sicherheit für den Kredit. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Hebel auf Aktien meist mit Derivaten wie Optionsscheinen, Futures, Knock-Out-Zertifikaten oder CFDs verbunden – also Verträgen, bei denen du die Aktie nicht selbst besitzt. Beim Margin Trading bist du dagegen tatsächlich Eigentümer der Anteile, auch wenn sie als Sicherheit verpfändet sind, bis du den geliehenen Betrag zurückgezahlt hast.
