Anfänger
Lektion 25
4 min

Was ist das Darknet und was hat es mit Bitcoin zu tun?

Das Darknet macht einen winzigen Teil des sogenannten “Deep Web” aus. Das Deep Web enthält Inhalte, die nicht von Suchmaschinen indiziert werden, wie zum Beispiel deine E-Mail-Adresse, den Gated Content einer Marke oder dein Online-Banking-Konto.

  • Das Darknet ist ein versteckter und verschlüsselter Bereich im Internet
  • Um auf das Darknet zugreifen zu können, wird normalerweise eine spezielle Software benötigt
  • Das Darknet wird oft von Journalisten und Aktivisten verwendet, um ihre Anonymität zu schützen und wird daher nicht nur zu illegalen Zwecken genutzt
  • Dennoch war Silk Road eine Plattform der ersten Bitcoin-Nutzer

In dieser Lektion lernst du die Grundlagen des Darknet.

Der Begriff “Darknet” bezieht sich in der Regel auf den Bereich im Internet, der nicht von Suchmaschinen wie Google erfasst wird. Suchmaschinen wie Google durchsuchen nur das “Surface Web”. Das Darknet macht einen winzigen Teil des sogenannten “Deep Web” aus. Das Deep Web enthält Inhalte, die nicht von Suchmaschinen indiziert werden, wie zum Beispiel deine E-Mail-Adresse, den Gated Content einer Marke oder dein Online-Banking-Konto. 

Um auf Websites im Darknet zugreifen zu können, müssen Benutzer eine spezielle Software wie den Tor Browser verwenden, da sie sich in einem verschlüsselten Netzwerk befinden. So werden die Identitäten der Personen verborgen, die solche Websites und mit ihnen verbundenen Dienste betreiben. 

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Websites oder Dienste, die sich in einem verschlüsselten, versteckten Netzwerk befinden, nicht automatisch illegal oder fragwürdig sind. So kommunizieren zum Beispiel Journalisten, die in Ländern mit repressiven Regimen leben oder Whistleblower und Aktivisten, im Darknet, um keinen digitalen Fußabdruck zu hinterlassen und ihre Identität zu schützen. 

Was war Silk Road?

Silk Road war eine der beliebtesten Seiten im Darknet und bezeichnete sich selbst als “anonymer Marktplatz”. Silk Road wurde von vielen Nutzern aus diversen Ländern als Schwarzmarkt im Netz für alle möglichen illegalen Aktivitäten genutzt. Es wurden Drogen, Kreditkartendaten und alle möglichen Waffen gekauft und verkauft. Dementsprechend war Silk Road der erste Schwarzmarkt im Darknet und der Vorläufer vieler ähnlicher Plattformen. 

Was hat das Darknet mit Bitcoin zu tun?

Der Schwarzmarkt der Silk Road wurde im Februar 2011 begründet. Die Seite verwendete Bitcoin als Zahlungsmittel und symbolisiert damit die “dunkle Seite” der Kryptowährungen. Die Attribute von Bitcoin - Anonymität, einfache grenzüberschreitende Transaktionen und die Unveränderbarkeit der Transaktionen - eigneten sich ideal für Kriminelle, um ihren illegalen Aktivitäten auf Silk Road nachzugehen.  

Einige Monate nach der Begründung von Silk Road stieg der Bitcoin-Kurs von einem Dollar auf über 30 Dollar. Dieser Kursanstieg war ein Resultat der positiven Berichterstattung über Silk Road im Darknet und steigerte die Beliebtheit der Kryptowährungen. 

Der Kursanstieg erregte aber auch die Aufmerksamkeit der US-Regierung und des FBI (Federal Bureau of Investigation) und führte schließlich im Oktober 2013 zur Schließung von Silk Road. Der Gründer, Ross Ulbricht, hatte die Website unter dem Pseudonym “Dread Pirate Roberts” betrieben. Er wurde vom US-Bundesgericht in Manhattan zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt.

Aufgrund der unveränderlichen Datenbank der Bitcoin-Blockchain konnten die Behörden die illegalen Transaktionen der Silk Road verfolgen.

Die meisten Befürworter der Kryptowährungen sahen die Verhaftung des Silk Road-Gründers als positive Entwicklung an. Immerhin konnten die Behörden mit Hilfe der unveränderlichen Datenbank der Bitcoin-Blockchain die illegalen Transaktionen der Silk Road verfolgen. So trug die Verhaftung Ulbrichts in gewisser Weise dazu bei, die Verbindung zwischen Bitcoin und Kriminalität zu lösen.

Mittlerweile hat sich der “Privacy Coin” Monero zur Kryptowährung der Wahl für illegale Transaktionen im Darknet entwickelt, da er die Identität der User “schützt”. Dieser Altcoin wurde 2014 entwickelt und wird immer beliebter, da fast alle nötigen Informationen für Transaktionen, nämlich die digitalen Adressen von Sendern und Empfängern und die Transaktionswerte verborgen bleiben. 


Mittlerweile hat sich Monero zur Kryptowährung der Wahl für illegale Transaktionen im Darknet entwickelt.

Monero ist auch bei Kryptojackern, die sich in fremde Computer hacken und die Energieressourcen anderer Leute stehlen, um Kryptowährungen zu schürfen, sehr beliebt. 

Daher stehen die Bekämpfung von Cyberkriminalität und Privacy-Coins weltweit auf der Liste der Regulierungsbehörden. Maßnahmen wie strengere Registrierungsprozess für Nutzer und das potenzielle Einfrieren von Assets an Krypto-Börsen sind mögliche Schritte, um diese Probleme zu lösen.

In der Zwischenzeit arbeitet die US-Regierung an der Entwicklung modernster forensischer Blockchain-Analysetools zur Rückverfolgung von Transaktionen mit Privacy Coins und Japan hat ein Verbot für japanische Börsen erlassen, die Privacy Coins anbieten.

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

BÜCHER

  • Jamie Bartlett - The Dark Net: Unterwegs in den dunklen Kanälen der digitalen Unterwelt
  • Cornelius Granig - Darknet: Die Welt im Schatten der Computerkriminalität
  • Otto Hostettler - Darknet: Die Schattenwelt des Internets


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