Kryptowährungen noch sicherer aufbewahren
Um deine Krypto-Coins und -Token noch sicherer aufzubewahren, kannst du auf fortgeschrittene Sicherheitsmaßnahmen zurückgreifen. Neben der Verwendung von Multi-Signatur-Wallets, die für Transaktionen mehrere Genehmigungen erfordern, solltest du regelmäßige Backups deiner Hardware Wallets durchzuführen. Diese Schritte helfen dabei, deine digitalen Assets selbst bei physischen Schäden oder Verlust sicherzustellen.
Multi-Signatur-Wallets
Multi-Signatur-Wallets erhöhen die Sicherheit deiner Kryptowährungen, indem sie Transaktionen von mehreren Genehmigungen abhängig machen. Anstatt dass eine einzige Person der alleinige Besitzer einer Wallet ist, erfordern Multi-Signatur-Wallets die Zustimmung mehrerer Parteien, um Transaktionen durchzuführen. Diese Art von Wallets ist besonders nützlich für Unternehmen oder Gruppen, die ihre Krypto-Assets gemeinsam verwalten möchten. Durch die Verteilung der Kontrolle minimieren Multi-Signatur-Wallets das Risiko von Diebstahl oder Verlust, da Hacker mehrere Schlüssel kompromittieren müssten, um auf die Assets zugreifen zu können.
Hardware Wallet Backups
Backups deiner Hardware Wallets sind eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme, um sicherzustellen, dass du Zugriff zu deinen Kryptowährungen behältst, selbst wenn das Gerät verloren geht, beschädigt oder gestohlen wird. Ein Backup, in der Regel in Form einer Seed Phrase, ermöglicht es dir, den Zugriff auf deine Kryptowährungen wiederherzustellen. Es ist wichtig, dass du diese Seed Phrase an einem sicheren Ort aufbewahrst, vorzugsweise getrennt von deiner Hardware Wallet, um gegen physische und digitale Bedrohungen geschützt zu sein.
Physische Sicherheitsmaßnahmen für Wallets
Neben digitalen Schutzmaßnahmen solltest du auch physische Sicherheitsmaßnahmen für deine Wallets in Betracht ziehen. Das kann die sichere Aufbewahrung deiner Hardware Wallet in einem Tresor oder an einem anderen Ort umfassen, um sie vor Diebstahl oder Schäden zu schützen. Für zusätzliche Sicherheit könnten Maßnahmen wie wasserdichte und feuerfeste Behälter in Betracht gezogen werden, um deine Geräte und Backup-Informationen vor Umweltschäden zu bewahren.
Kryptowährung sicher verwahren: online oder offline speichern?
Die Entscheidung, ob du deine Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin online oder offline speichern solltest, hängt von deinen Sicherheitsbedürfnissen und dem Zugriffsbedarf ab. Online-Speicherung bzw. Hot Storage, bietet Komfort und schnellen Zugriff, ist jedoch anfälliger für Online-Bedrohungen. Offline-Speicherung bzw. Cold Storage, bietet die höchste Sicherheitsstufe gegen digitale Angriffe, macht aber den Zugriff auf deine Assets weniger bequem.
In Bezug auf die Computersicherheit ist jeder einzelne Fehlerpunkt („Single Point of Failure“) oder Angriffspunkt schlecht. Ein Single Point of Failure (SPOF) ist eine Komponente eines Systems, die bei einem Ausfall die Funktionsfähigkeit eines gesamten Systems verhindert. Das heißt, du solltest nicht nur ein Backup deiner Daten erstellen, sondern immer mehrere Backups (z.B. auf verschiedenen USB-Sticks), mehrere Wallets und mehrere Passwörter haben.
Verwende keine Dienste, die ständig mit dem Internet oder deinem Computer verbunden sind. Die Nutzung einer Handelsplattform solltest du wirklich nur auf das Trading beschränken und keineswegs deine gesamten Kryptowährungen darauf sichern.
Um auf einer Exchange mit deinen Kryptowährungen zu traden, solltest du natürlich einen gewissen Betrag auf der Exchange aufbewahren und Liquidität schaffen. Trotzdem solltest du dir überlegen, welche Beträge du wirklich für das Traden benötigst. Entsprechend kann es sinnvoll sein, auf keinen Fall deine gesamten Krypto-Bestände in nur einer Wallet aufzubewahren.
Das kann passieren, wenn du deine Kryptowährungen nicht sicher aufbewahrst
Wer Kryptowährungen nicht sicher aufbewahrt, geht das Risiko ein, seine digitalen Assets zu verlieren – sei es durch Hacks, Malware oder betrügerische Projekte. Um typische Scams und Phishing-Angriffe zu vermeiden, sei wachsam bei E-Mails und Nachrichten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Sei zudem vorsichtig, wenn sie dich zur Eingabe persönlicher Daten auffordern. Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen die Wichtigkeit, Krypto-Coins und -Token sicher aufzubewahren und wachsam gegenüber potenziellen Bedrohungen zu sein.
Mt. Gox: der größte Verlust in der Bitcoin-Geschichte
2014 wurde die damals größte Bitcoin-Börse Mt. Gox gehackt. Rund 850.000 Bitcoin verschwanden. Ein Verlust, der bis heute nachwirkt. Etwa 200.000 BTC wurden später wiedergefunden, der Rest blieb verschwunden.
Slope Wallet: Private Keys kompromittiert
Im August 2022 wurden über 9.000 Wallets auf der Solana-Blockchain geleert. Grund war eine Sicherheitslücke in der mobilen Wallet-App Slope, durch die Private Keys ungewollt an externe Dienste übermittelt wurden. Der Schaden belief sich auf etwa 4,1 Millionen US-Dollar.
Kryptojacking: heimliches Mining auf deinem Gerät
Beim Kryptojacking nutzen Angreifer deine Rechenleistung heimlich zum Mining von Kryptowährungen. Ein bekanntes Beispiel ist das Coinhive-Skript, das 2017 mehrere Websites einbetteten, um Monero zu minen – oft ohne Wissen der Nutzer.
ICO-Betrug: leere Versprechen und Exit-Scams
Viele Initial Coin Offerings (ICOs) locken mit unrealistischen Renditeversprechen und verschwinden dann mit dem eingesammelten Kapital. Ein bekanntes Beispiel ist BitConnect, das 2018 als Ponzi-Schema entlarvt wurde. Um dich zu schützen, prüfe stets das Whitepaper, das Team und die Regulierung eines Projekts, bevor du investierst – damit senkst du das Risiko eines Krypto-Scams.