Bitpanda logo

01/05/2026

11 Min. Lesezeit

Kann eine Kryptowährung wie Bitcoin gehackt werden?

Bitpanda Academy Beginners 11 Bitcoin Hacking

Bitcoin (BTC) gilt als hack-sicher, da die Bitcoin-Blockchain durch ein dezentrales Netzwerk und starke kryptografische Verfahren geschützt wird. Trotzdem kommt es immer wieder zu Hackerangriffen auf Krypto-Plattformen, Wallets oder Kryptobörsen, bei denen Vermögenswerte im Wert von Millionen gestohlen werden. Doch kann Bitcoin selbst gehackt werden oder ist die Blockchain wirklich unüberwindbar? Wir erklären dir in diesem Artikel, warum Bitcoin als besonders sicher gilt, welche Angriffsmethoden es auf Kryptowährungen gibt und wie du deine Coins bestmöglich schützt.

  • Bitcoin bisher ungehackt: Bitcoin wurde bisher noch nie gehackt, da die Blockchain durch ein dezentrales Netzwerk und starke Kryptografie geschützt ist.

  • Angriffe auf Börsen und Wallets: Kryptobörsen und Wallets sind häufige Ziele von Hackerangriffen, da sie oft weniger gesichert sind als die Blockchain selbst.

  • Phishing und Schadsoftware: Hacker nutzen Phishing, Schadsoftware und gestohlene Schlüssel, um Zugriff auf digitale Vermögenswerte zu erlangen.

  • Eigene Sicherheit zählt: Obwohl die Blockchain-Technologie als sicher gilt, sollten Nutzer Schutzmaßnahmen treffen, um ihre Kryptowährungen zu sichern.

Wie sicher ist Bitcoin wirklich?

Da die Bitcoin-Blockchain vom gesamten Netzwerk ständig überprüft wird, gilt Bitcoin als sicher vor Hackerangriffen. Daher sind Angriffe auf die Blockchain selbst sehr unwahrscheinlich. Um einen neuen Block mit gebündelten Transaktionen hinzuzufügen, löst jeder Teilnehmer (Miner), der die Bitcoin-Datenbank aktualisiert, kontinuierlich komplexe mathematische Probleme.

Solche komplexen mathematischen Probleme entstehen durch die kryptographische Hash-Funktion von Bitcoin. Wenn ein bestimmter Block zur Datenbank hinzugefügt wird, muss sich jede Node im Netzwerk auf die Gültigkeit des Blocks einigen. Nur wenn alle Nodes übereinstimmen, wird die Bitcoin-Datenbank entsprechend aktualisiert.

Die Manipulation des Kryptowährungsnetzwerks ist nahezu unmöglich. Die dezentrale, chronologische, rechnende und leistungsstarke Bitcoin-Blockchain verhindert nicht nur das Löschen und Überschreiben eines bereits validierten Bitcoin-Blocks, sondern auch Double Spending.

Was passiert bei einem Hackerangriff auf die Bitcoin-Blockchain?

Wie du bereits weißt, existiert nicht nur eine einzelne Kopie der Bitcoin-Blockchain. Stattdessen verfügt jede Node im Bitcoin-Netzwerk über eine Kopie. Die Nodes sind weltweit verteilt und enthalten alle bisher getätigten Bitcoin-Transaktionen.

Ein Hacker, der die verteilte Datenbank von Bitcoin oder eines anderen Netzwerks auf Basis der Blockchain-Technologie ändern wollte, müsste nicht einen, sondern mehr als die Hälfte der im Netzwerk beteiligten Computer hacken (51%-Angriff).

Kann Bitcoin durch künstliche Intelligenz gehackt werden?

Künstliche Intelligenz (KI) kann zwar viele Bereiche optimieren, aber sie macht es nicht wahrscheinlicher, dass Bitcoin gehackt wird. Die Bitcoin-Blockchain ist durch ihre dezentrale Struktur und den Proof of Work-Konsensmechanismus extrem sicher. Selbst mit leistungsstarken KI-Algorithmen wäre es nahezu unmöglich, die enorme Rechenleistung des Netzwerks zu übertreffen.

Allerdings nutzen Hacker KI, um Phishing-Angriffe oder Malware zu verbessern. So können sie gezielt Nutzer dazu bringen, ihre Wallet-Zugangsdaten preiszugeben oder Schadsoftware unbemerkt zu installieren. Kryptobörsen und Plattformen sind dadurch stärker gefährdet als die Blockchain selbst.

Kurz gesagt: KI kann die Angriffsstrategien von Hackern verfeinern, aber die Bitcoin-Blockchain bleibt durch ihre Sicherheitsmechanismen geschützt. Viel größer ist die Gefahr für einzelne Nutzer und Börsen, wenn Sicherheitslücken nicht beachtet werden.

Neu auf Bitpanda? Erstelle dein Bitpanda Konto

Hier registrieren

Welche Methoden gibt es, um Kryptowährungen zu hacken?

Es gibt verschiedene Methoden, wie eine Kryptowährung gehackt werden kann. Während die Blockchain selbst meist sicher bleibt, zielen Angriffe oft auf Wallets, Kryptobörsen oder Brücken zwischen Blockchains ab. Besonders verbreitet sind Wallet-Hacking, Angriffe auf Krypto-Brücken, Börsen-Hacks, Phishing, Schadcode und gestohlene Keys.

Wir haben die wichtigsten Angriffsmethoden zusammengefasst, damit du verstehst, wo die größten Risiken liegen und wie du dich schützen kannst.

Wallet-Hacking

Wallets sind ein beliebtes Angriffsziel für Hacker, da sie direkte Kontrolle über Kryptowährungen ermöglichen. Besonders gefährdet sind Hot Wallets, die ständig mit dem Internet verbunden sind. Hacker nutzen Schadsoftware, unsichere Apps oder Phishing-Angriffe, um private Schlüssel zu stehlen und so Zugriff auf die Vermögenswerte zu erhalten. Ein kompromittierter Schlüssel bedeutet meist den vollständigen Verlust der Kryptowährung, da Transaktionen in der Blockchain unumkehrbar sind. Bitcoin, Ethereum und andere Währungen wurden bereits in Höhe von Millionen durch solche Angriffe gestohlen. Sichere Wallet-Nutzung, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und Cold Storage, also das Speichern von Coins in einer Offline Wallet, können das Risiko minimieren.

Angriffe auf Krypto-Brücken

Krypto-Brücken (Cross-Chain Bridges) ermöglichen den Transfer von Kryptowährungen zwischen verschiedenen Blockchains, sind aber oft ein großes Sicherheitsrisiko. Angreifer nutzen Smart Contract-Schwachstellen, Sicherheitslücken oder manipulierte Transaktionen, um Vermögenswerte zu stehlen. In den vergangenen Jahren wurden bereits Milliarden Dollar durch Angriffe auf Brücken wie Ronin, Wormhole oder Nomad Bridge gestohlen. Die betroffenen Nutzer konnten ihre gestohlenen Token in den meisten Fällen nicht zurückerlangen. Solche Hacks zeigen, dass nicht nur einzelne Wallets oder Kryptobörsen Ziele von Angriffen sind, sondern auch dezentrale Systeme. Um sich zu schützen, sollten Nutzer Brücken für einen Transfer von Kryptowährungen nur mit Bedacht verwenden und sich vor Transaktionen über deren Sicherheitsmaßnahmen informieren.

Hacking von Kryptobörsen

Da Kryptobörsen wie Binance, Bybit oder Coinbase große Mengen an Kryptowährungen verwalten, sind sie für Hackerangriffe ein besonders attraktives Ziel. Angriffe erfolgen oft durch Schwachstellen in der Plattform, Datenlecks oder gestohlene Zugangsdaten. In der Vergangenheit wurden bereits Millionen Dollar durch Angriffe auf Börsen entwendet, wie im Fall von Mt. Gox oder Coincheck. Ein erfolgreicher Hack kann dazu führen, dass Nutzer ihre Einlagen verlieren, wenn die Börse keine Rückerstattung ermöglicht. Daher ist es sinnvoll, keine großen Beträge dauerhaft auf einer Börse zu lagern und stattdessen eine eigene Wallet zur Aufbewahrung von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen zu nutzen.

Phishing

Phishing-Angriffe sind eine der häufigsten Ursachen, warum Kryptowährungen wie Bitcoin gehackt wurden – meist über die Wallets der Nutzer. Hacker geben sich als seriöse Plattformen aus und locken Nutzer auf gefälschte Websites, um Zugangsdaten oder private Schlüssel zu stehlen. Auch wenn sich die Bitcoin-Blockchain selbst kaum hacken lässt, können Angreifer durch Phishing einzelne Wallets kompromittieren – und so Zugriff auf BTC erlangen. Solche Angriffe lassen sich z.B. durch folgende Merkmale erkennen:

  • Ungewöhnliche Anfragen: Wenn eine Plattform plötzlich persönliche Daten oder Passwörter anfordert, ist Vorsicht geboten.

  • Generische Anreden: Phishing-Mails verwenden oft unpersönliche Begriffe wie „Sehr geehrter Nutzer“.

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: Viele gefälschte E-Mails enthalten sprachliche Fehler, die auf einen Betrugsversuch hinweisen.

  • Verdächtige Links: Der Link führt zwar auf eine vermeintlich bekannte Seite, doch die Adresse ist leicht verändert.

  • Angehängte Dateien: Phishing-E-Mails enthalten oft Dateien mit Schadcode, der Zugriff auf Wallets ermöglichen kann.

  • Dringlichkeit und Drohungen: Nutzer sollen durch Zeitdruck oder Warnungen dazu gebracht werden, schnell zu reagieren.

Wer sich schützen möchte, sollte immer prüfen, ob er sich auf der echten Website einer Kryptobörse befindet und niemals persönliche Daten oder Wallet-Informationen auf unsicheren Seiten eingeben.

Schadcode

Hacker nutzen Schadsoftware, um unbemerkt Krypto-Vermögenswerte zu entwenden. Manche Schadprogramme zielen darauf ab, Wallet-Adressen in der Zwischenablage zu manipulieren, sodass Kryptowährungen an eine andere Adresse gesendet werden, ohne dass der Nutzer es merkt. Besonders betroffen sind Systeme, auf denen unsichere Software oder ungeprüfte Wallet-Apps installiert sind. Auch Android- und iOS-Geräte sind nicht sicher vor solchen Angriffen. Regelmäßige Sicherheitsupdates, starke Passwörter und Antiviren-Software helfen, das Risiko zu minimieren. Wer größere Mengen an Bitcoin oder Ether besitzt, sollte für Transaktionen ein sicheres Gerät oder eine Hardware Wallet nutzen.

Schadsoftware kann in vielen Formen auftreten – mit unterschiedlichen Zielen:

  • Trojaner: Solche Programme tarnen sich als harmlose Anwendungen, enthalten aber schädliche Codes, die Wallet-Daten auslesen und Kryptowährungen wie Bitcoin in falsche Hände bringen können.

  • Viren und Würmer: Sie verbreiten sich eigenständig auf einem System und können gezielt Sicherheitsfunktionen umgehen, um Zugriff auf Krypto-Wallets zu erlangen.

  • Ransomware: Eine solche Schadsoftware sperrt den Zugriff auf Geräte oder Daten und fordert häufig Bitcoin als Lösegeld für die Entschlüsselung.

  • Spyware: Sie sammelt heimlich Informationen über das Nutzerverhalten, einschließlich Passwörter und Schlüssel, um später auf Wallets zugreifen zu können.

  • Backdoors: Solche Hintertüren werden oft unbemerkt installiert und ermöglichen es Hackern, langfristig auf Geräte zuzugreifen und Krypto-Vermögenswerte zu stehlen.

Gestohlene Schlüssel

Private Keys sind der Zugang zu Kryptowährungen – wer sie besitzt, kontrolliert die Coins oder Token. Werden sie gestohlen, gibt es keine Möglichkeit, die Vermögenswerte zurückzuholen. Hacker erlangen private Keys durch Phishing, Malware oder unsichere Speicherung. In der Vergangenheit gab es bereits Fälle, in denen Millionen Dollar an Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen durch gestohlene Schlüssel verloren gingen. Ein häufiges Problem ist die unsichere Speicherung von Schlüsseln in Cloud-Diensten oder Notiz-Apps, die leicht kompromittiert werden können. Daher sollten private Schlüssel niemals online gespeichert, sondern auf Papier oder in einer Hardware Wallet gesichert werden.

Quantencomputer: Ein zukünftiges Risiko?

Aktuell gilt die Bitcoin-Blockchain als sicher, doch Quantencomputer könnten das langfristig ändern. Forscher warnen, dass leistungsstarke Quantenrechner künftig Verschlüsselungen wie ECDSA (ein digitales Signaturverfahren, das für die Erstellung und Prüfung von Bitcoin-Transaktionen verwendet wird) knacken und so Wallets oder Transaktionen angreifbar machen könnten. Noch ist das theoretisch, aber längst nicht ausgeschlossen.

Was ist ein 51%-Angriff?

Ein 51%-Angriff stellt wohl die größte ernstzunehmende Gefahr dar, die es ermöglicht, eine Blockchain zu hacken. Würde so ein Angriff erfolgreich von einer Person oder Organisation durchgeführt und somit die Kontrolle über die Mehrheit der Mining-Power des Netzwerks (Hashrate) übernommen, könnte die Transaktionshistorie des Bitcoin-Netzwerks verändert und überschrieben werden.

Die Entscheidung, welche Transaktionen angenommen und welche abgelehnt werden, erfordert immer eine Mehrheit (also 51%). Das bedeutet, dass eine Mehrheit von 51% die verteilte Datenbank der Blockchain verändern könnte. Somit wäre Double Spending – die mehrfache Ausgabe derselben Transaktion – möglich. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass so ein Szenario eintritt.

So sicherst du deine Kryptowährungen gegen Hackerangriffe

Um Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen sicher zu verwahren, solltest du einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachten:

  • Nutze eine Hardware Wallet: Cold Wallet bzw. Storage schützt vor Online-Angriffen

  • Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): erschwert unbefugten Zugriff auf Börsen und Wallets

  • Achte auf Phishing-Angriffe: klicke niemals auf verdächtige Links und überprüfe Webseiten-URLs

  • Speichere private Schlüssel sicher: niemals in Cloud-Diensten oder unverschlüsselten Dateien aufbewahren

  • Vermeide die langfristige Lagerung auf Kryptobörsen: Börsen können gehackt werden oder insolvent gehen

  • Halte dein Betriebssystem und deine Software aktuell: Sicherheitsupdates schließen Schwachstellen

  • Nutze sichere Passwörter und Passwort-Manager: erschwert das Hacken von Accounts

  • Sei vorsichtig mit Smart Contracts und DeFi-Protokollen: nicht jede Plattform ist sicher

Damit sich Kryptowährungen wie Bitcoin nicht einfach hacken lassen, empfehlen wir allen Nutzern, sich gründlich über Schutzmaßnahmen zu informieren und unseren Artikel über die sichere Aufbewahrung der Kryptowährungen zu lesen.

Obwohl gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden sollten, zählt die Blockchain-Technologie mit ihren verteilten Datenbanken zu den bisher innovativsten und bahnbrechendsten Innovationen. Die Blockchain-Technologie öffnet die Türen für viele Anwendungen, die nur darauf warten, weltweit Akzeptanz zu finden.

Möchtest du Kryptowährungen kaufen?

Jetzt loslegen

Bekannte Hacks in der Geschichte der Kryptowährungen

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Krypto-Plattformen, Brücken wie z.B. Cross-Chain-Brücken und Börsen gehackt, wobei Milliarden Dollar an Kryptowährungen gestohlen wurden. Hier sind einige der größten Hacks, welche die Branche erschüttert haben:

Poly Network

2021 wurde Poly Network, eine Plattform für Cross-Chain-Transfers, Opfer eines der größten Krypto-Hacks der Geschichte. Ein Angreifer nutzte eine Sicherheitslücke und entwendete Token im Wert von über 600 Millionen Dollar. Überraschenderweise gab der Hacker einen Großteil der gestohlenen Vermögenswerte zurück.

Ronin Network

Das Ronin Network, das für das Spiel Axie Infinity auf der Blockchain genutzt wird, wurde 2022 durch eine Schwachstelle in der Validator-Struktur gehackt. Die Angreifer, mutmaßlich aus Nordkorea, entwendeten rund 620 Millionen Dollar in Ethereum und USDC – einer der größten Hacks aller Zeiten.

Binance

Im Oktober 2022 wurde ein Protokoll der Börse Binance Opfer eines massiven Angriffs: Hacker nutzten eine Schwachstelle in der Cross‑Chain‑Brücke „Token Hub“ der BNB Chain und entwendeten etwa 2 Millionen BNB‑Token im Wert von rund 570 Millionen US‑Dollar. Zwar war der Vorfall nicht ein direkter Hack der Börse im klassischen Sinne, doch er zeigt eindrücklich, wie anfällig große Bereiche des Krypto‑Ökosystems sind. Nutzer sollten deshalb sicherstellen, dass sie sich stets über die offizielle Domain von Binance einloggen und eigene Sicherheitsvorkehrungen wie starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv nutzen.

FTX

Nach dem Kollaps der Kryptobörse FTX im Jahr 2022 kam es zu einem mysteriösen Hack. Unbekannte entwendeten rund 400 Millionen Dollar von den verbliebenen Wallets der insolventen Plattform. Bis heute ist nicht geklärt, ob es sich um einen externen Angriff oder Insider-Betrug handelte.

Mt.Gox

Einer der bekanntesten Hacks ereignete sich 2014, als Mt.Gox, damals die größte Bitcoin-Börse, angegriffen wurde. 850.000 Bitcoin (damals rund 450 Millionen Dollar) verschwanden. Der Vorfall führte zum Bankrott der Börse und betroffene Nutzer kämpfen noch heute um Entschädigung.

Coincheck

2018 wurde die japanische Börse Coincheck Opfer eines Hacks, bei dem rund 530 Millionen Dollar in NEM-Token gestohlen wurden. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle in der Hot Wallet der Plattform aus. Coincheck entschädigte seine Nutzer teilweise.

Nomad Bridge

2022 wurde die Nomad Bridge, ein Protokoll für Cross-Chain-Transfers, durch eine fehlerhafte Code-Implementierung angegriffen. Hacker entwendeten fast 200 Millionen Dollar – das Besondere: Viele Angreifer kopierten einfach die ursprüngliche Exploit-Transaktion, um sich selbst zu bereichern.

Bitmart

Bitmart wurde 2021 durch einen Angriff auf Hot Wallets geschädigt. Hacker stahlen rund 200 Millionen Dollar in verschiedenen Token, indem sie private Schlüssel kompromittierten. Die Börse kündigte an, die Verluste über eigene Mittel zu kompensieren, eine vollständige Rückerstattung aller betroffenen Nutzer ist jedoch nicht abschließend dokumentiert.

Bybit

Anfang 2025 erlitt Bybit einen schweren Sicherheitsvorfall: Hacker stahlen etwa 1,4 bis 1,5 Milliarden US‑Dollar in Ether, womit das der bislang größte bekannte Hack einer Kryptowährungsplattform ist. Nutzer sollten daher besonders wachsam sein, sich stets über die offizielle Bybit‑Domain einloggen und ihre Zugangsdaten sowie Wallets bestmöglich absichern.

Fazit: Schutz vor Hacks beginnt bei dir

Bitcoin selbst wurde bisher nicht gehackt und es ist extrem unwahrscheinlich, dass die Blockchain durch einen Angriff kompromittiert wird. Trotzdem sind Kryptowährungen nicht automatisch sicher. Hacker zielen in der Regel auf Schwachstellen außerhalb der Blockchain: auf Wallets, Kryptobörsen, Cross-Chain-Brücken oder einzelne Nutzer. Wer Phishing-Mails ignoriert, private Schlüssel sicher verwahrt und Plattformen sorgfältig auswählt, kann das Risiko deutlich reduzieren. Der beste Schutz gegen Hackerangriffe auf deine Kryptowährungen ist ein sicherer Umgang mit Wallets und Plattformen – ebenso wie die Bereitschaft, sich über aktuelle Bedrohungen zu informieren.

Häufige Fragen zum Thema Hackerangriffe im Krypto-Universium

Weitere interessante Fragen rund um die Themen „Kann Bitcoin gehackt werden“ und „Hackerangriffe auf Krypto-Plattformen“ klären wir in unseren FAQs.

Kann Bitcoin stillgelegt oder abgeschaltet werden?  

Bitcoin wurde bisher weder gehackt noch komplett stillgelegt – und das seit über einem Jahrzehnt. Selbst Behörden oder Banken konnten das Netzwerk bisher nicht stoppen. Da Bitcoin auf einer dezentralen Struktur basiert, gibt es keinen zentralen Punkt, den man angreifen oder abschalten könnte. Selbst ein weltweiter Stromausfall oder ein koordinierter Hackerangriff würde das Netzwerk nur kurzfristig beeinträchtigen, aber nicht vollständig ausschalten.

Warum Bitcoin nicht abgeschaltet werden kann

  • Dezentralisierung: Bitcoin basiert auf einem globalen Netzwerk aus Tausenden unabhängigen Nodes, das keinen einzelnen Angriffspunkt bietet.

  • Robustheit: Das Bitcoin-Netzwerk läuft seit über zehn Jahren ohne Unterbrechung, auch bei technischen Fehlern oder Angriffen.

  • Unabhängigkeit: Es gibt keine zentrale Instanz, die über Bitcoin entscheidet oder es ausschalten könnte – weder Behörden noch einzelne Organisationen.

Wie Regierungen das System beeinflussen können

  • Verbotsversuche: Einige Staaten, wie z.B. China, haben versucht, Kryptowährungen wie Bitcoin zu verbieten oder deren Nutzung einzuschränken.

  • Auswirkungen: Solche Maßnahmen betreffen meist die Kryptobörsen oder den Zugang zu Wallets, nicht aber die Bitcoin-Blockchain selbst.

  • Begrenzte Wirksamkeit: Auch koordinierte Regulierungsmaßnahmen können Bitcoin nicht stilllegen, da das Netzwerk weltweit verteilt ist.

  • Einschränkungen: Regierungen können gesetzlich gegen Trading-Plattformen oder Mining-Farmen vorgehen, doch das ändert nichts an der Existenz von Bitcoin.

Warum werden Kryptowährungen gestohlen?

Die meisten Diebstähle von Kryptowährung betreffen Nutzer und Börsen, die bei der Aufbewahrung nicht die richtigen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Meistens werden Coins gestohlen, die an Orten aufbewahrt wurden, an denen sie nicht sicher sind.

Der Hack von Mt.Gox ist wohl das Paradebeispiel für mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen und einen der größten Diebstähle von Kryptowährungen. Mt.Gox war eine Kryptowährungs-Exchange, die in Japan gegründet und 2010 zu einer Bitcoin Exchange umgewidmet wurde. Aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen konnten über 850.000 BTC gestohlen werden. Der Hack von Mt.Gox zählt zu den größten Hackerangriffen in der Geschichte von Bitcoin und führte 2014 zur Insolvenz der Exchange.

Ist mein Geld in der Blockchain sicher?

Die Blockchain-Technologie gilt als sehr sicher, doch das bedeutet nicht, dass dein Geld automatisch geschützt ist. Wer unvorsichtig handelt, riskiert, dass Wallets kompromittiert oder Krypto-Plattformen gehackt werden.

Sicherheit der Technologie:

  • Vorteile: Die Blockchain speichert alle Transaktionen dezentral, transparent und manipulationssicher.

  • Nachteile: Schwachstellen entstehen nicht durch die Technologie selbst, sondern durch Fehler der Besitzer oder unsichere Anwendungen.

Sicherheit der Anlagewerte:

  • Keine Einlagensicherung: Bei Verlust oder Diebstahl gibt es keine staatliche Absicherung wie bei einem Bankkonto.

  • Hohe Volatilität: Der Wert von Bitcoin und anderen Kryptowährungen kann sich innerhalb kurzer Zeit stark verändern.

  • Unumkehrbarkeit von Transaktionen: Einmal bestätigte Transaktionen in der Blockchain können nicht rückgängig gemacht werden.

  • Gesetzliche Regelungen: Je nach Land gelten unterschiedliche Regeln, was zu Unsicherheit bei Steuern, Schutzmechanismen und Rückerstattungen führen kann.

Weitere Themen rund um Kryptowährungen

Interessierst du dich dafür, wie du deine Kryptowährungen sicher verwahrst und welche Mechanismen hinter Bitcoin, Ethereum und Co. stecken? In der Bitpanda-Academy findest du eine Vielzahl von Ratgebern und Tutorials, die dir tiefere Einblicke in Themen wie Blockchain-Technologie, Krypto-Trading, Trading Plattformen und den sicheren Umgang mit digitalen Assets geben. 

Bitpanda logo
Bitpanda Technology Solutions
App holen