Eine Liquidation bei Krypto kann dazu führen, dass deine hinterlegte Margin ganz oder teilweise verloren geht. Wenn du im Krypto-Trading mit Hebel arbeitest, bewegst du als Trader mehr Geld, als du tatsächlich eingezahlt hast. Läuft der Markt gegen deine Position, wird sie ab einem bestimmten Punkt automatisch geschlossen. Genau das bezeichnet man im Kryptomarkt als Liquidation einer Position. Bei starker Volatilität, wie sie beispielsweise vom Bitcoin-Kurs bekannt ist, werden teilweise Millionen oder sogar über eine Milliarde Dollar an Positionen in kurzer Zeit liquidiert. In diesem Guide erfährst du, was es bedeutet, wenn eine Position im Krypto-Trading liquidiert wird, wie eine Liquidation bei einer Long- oder Short-Position zum Beispiel bei BTC entsteht und wie du das Risiko einer Krypto-Liquidation besser einschätzen kannst.
Was das ist: Eine Liquidation bei Krypto heißt, dass deine gehebelte Trading-Position automatisch geschlossen wird, weil dein eingesetztes Kapital die Verluste nicht mehr abdeckt.
Warum das passiert: Durch einen Hebel bewegst du mehr Geld als du einzahlst – schon kleine Kursbewegungen können deshalb große Verluste auslösen.
Wann es dich trifft: Deine Position wird liquidiert, wenn der Markt stark gegen deine Long- oder Short-Position läuft und dein Liquidationspreis erreicht wird.
Wie du das Risiko reduzierst: Wähle einen moderaten Hebel, begrenze deine Positionsgröße und berücksichtige die Volatilität von Kryptowährungen wie Bitcoin.
Was bedeutet Liquidation bei Krypto?
Eine Liquidation bei Krypto bezeichnet die automatische Schließung einer offenen Position, wenn das hinterlegte Kapital nicht mehr ausreicht, um Verluste zu decken. Dabei wird deine Trading-Position im Markt beendet. Die Kryptowährung selbst bleibt unverändert bestehen. Liquidiert wird nicht Bitcoin oder eine andere Kryptowährung als Vermögenswert, sondern ausschließlich deine Position als Anleger.
Der Begriff wird vor allem im Zusammenhang mit gehebelten oder Margin-Positionen verwendet. Sinkt dein verfügbares Kapital unter die vorgeschriebene Mindest-Sicherheitsleistung, wird die Position automatisch geschlossen.
Wie entsteht eine Liquidation im Hebel- und Margin-Trading?
Wie zuvor erklärt, wird eine Position bei einer Krypto-Liquidation automatisch geschlossen, wenn dein eingesetztes Kapital nicht mehr ausreicht. Im Hebel- und Margin-Trading passiert das, wenn Verluste so stark anwachsen, dass deine verbleibende Margin unter die erforderliche Maintenance-Margin fällt.
Beim Margin-Trading hinterlegst du einen Teil deines eigenen Geldes als Sicherheit, die sogenannte Margin. Mit einem Hebel kannst du dadurch eine größere Position bewegen, als dein Kapital allein erlauben würde. Der Hebel wirkt wie ein Verstärker: Gewinne fallen höher aus, Verluste jedoch auch.
So entsteht eine Liquidierung im Krypto-Trading Schritt für Schritt:
Sicherheitsleistung: Du hinterlegst eigenes Kapital als Margin, um eine Position zu eröffnen.
Hebelwirkung: Du bewegst eine größere Marktposition, als dein eigenes Geld abdeckt.
Kursbewegung: Der Markt entwickelt sich gegen deine Erwartung.
Verstärkte Verluste: Durch den Hebel wirken sich Kursbewegungen stärker auf dein eingesetztes Kapital aus.
Aufgebrauchte Margin: Dein Eigenkapital sinkt unter die erforderliche Mindest-Sicherheitsleistung.
Automatische Schließung: Die Position wird liquidiert, um das geliehene Kapital zu sichern.
Wie funktioniert eine Krypto-Liquidation beim Hebel- und Margin-Trading?
Eine Krypto-Liquidation wird technisch ausgelöst, wenn der Marktpreis deiner Position den sogenannten Liquidationspreis erreicht. Dieser Preis markiert den Punkt, an dem deine verbleibende Margin nicht mehr ausreicht, um die offenen Verluste deiner Position zu decken.
Jede gehebelte Position hat einen klar berechneten Schwellenwert. Dieser hängt ab von:
der Höhe deiner eingesetzten Margin
dem gewählten Hebel
der Positionsgröße
den Margin-Anforderungen der Plattform
Je höher der Hebel, desto näher liegt der Liquidationspreis am Einstiegskurs. Schon kleine Marktbewegungen können deshalb ausreichen, um eine Liquidation auszulösen.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Du hinterlegst 100 Euro als Margin und nutzt einen zehnfachen Hebel. Dadurch bewegst du eine Position im Wert von 1.000 Euro. Bewegt sich der Markt nur wenige Prozent gegen dich, wirken sich diese Prozent durch den Hebel deutlich stärker auf dein eingesetztes Kapital aus. Erreicht der Kurs deinen berechneten Liquidationspreis, wird deine Position automatisch geschlossen.
Wichtig: Die Berechnung erfolgt in Echtzeit. Bei hoher Volatilität im Markt kann dieser Schwellenwert schnell erreicht werden. Besonders bei starken Kursbewegungen von Kryptowährungen wie Bitcoin werden häufig viele gehebelte Positionen von Tradern gleichzeitig liquidiert, was zu hohen Liquidationsvolumina im Markt führen kann.
