Aktien stehen für echtes Eigentum an einem Unternehmen. Derivate dagegen sind Verträge, die sich auf den Kurs eines Basiswerts wie Aktien, Rohstoffe oder Anleihen beziehen. Wer in Derivate oder Aktien investieren möchte, sollte die Unterschiede genau kennen, vor allem bei Rechten, Risiken und dem eigentlichen Zweck. In diesem Überblick erklären wir dir, was Aktien und Derivate genau sind und wie sie sich voneinander abgrenzen.
Erklärung: Aktien sind per Definition Unternehmensanteile, Derivate wie Optionsscheine, Zertifikate oder Termingeschäfte sind Verträge, die auf dem Kurs eines Basisprodukts basieren.
Echtes Eigentum: Mit Aktien hältst du ein Wertpapier mit Beteiligung am Unternehmen, bei Derivaten besitzt du keinen Anteil am Basiswert.
Aktionärsrechte: Aktien können dir als Aktionär Stimmrechte und Dividenden verschaffen, Derivate ermöglichen keine Mitbestimmung.
Risikoprofil: Derivate können durch Hebel stark schwanken, während das Verlustrisiko bei Aktien auf das investierte Kapital begrenzt ist.
Definition: Was sind Aktien und Derivate?
Aktien und Derivate gehören zu den bekanntesten Finanzinstrumenten am Markt. Sie unterscheiden sich aber deutlich. Aktien sind Wertpapiere, die einen Anteil an einem Unternehmen verbriefen. Wer eine Aktie kauft, beteiligt sich direkt am Unternehmenswert. Der Kurs der Aktie spiegelt die wirtschaftliche Entwicklung der Firma wider.
Derivate hingegen sind Verträge, deren Preis sich aus dem Wert eines Basiswerts ableitet. Dieser Basiswert kann z.B. eine Aktie, eine Anleihe, ein Rohstoff oder ein anderer Vermögenswert sein. Derivate ermöglichen es, auf Kursveränderungen zu spekulieren, ohne den Basiswert selbst zu kaufen.
Der Unterschied Aktien und Derivate liegt also hauptsächlich in der Struktur:
Aktien = direkter Anteil am Unternehmen
Derivate = Vertrag über den Preis eines Basisprodukts
Eigentum
Ein grundlegender Unterschied zwischen Aktien und Derivaten ist das Eigentum. Das bedeutet, wenn du eine Aktie kaufst, gehört dir ein Teil des Unternehmens. Du bist Anteilseigner und profitierst direkt vom wirtschaftlichen Erfolg der Firma. Das zeigt sich z.B. durch mögliche Dividenden oder dein Stimmrecht bei wichtigen Entscheidungen.
Bei Derivaten ist das anders. Du kaufst keinen Anteil, sondern einen Vertrag. Dieser bezieht sich auf den Kurs eines Basiswerts, etwa einer Aktie, eines Rohstoffs oder einer Anleihe. Du setzt auf Preisbewegungen, ohne den Basiswert selbst zu besitzen. Zu den Derivaten gehören unter anderem Optionsscheine, Futures oder Swaps. Sie verschaffen dir aber keine Eigentumsrechte. Du bist nicht am Unternehmen beteiligt, sondern spekulierst auf die Kursentwicklung des Basiswerts.
Aktien – Eigentum:
du hältst einen realen Anteil am Unternehmen
du wirst offiziell als Anteilseigner geführt
Derivate – kein Eigentum:
du besitzt keinen Teil des Basiswerts
du hältst einen Vertrag über dessen Kursentwicklung
Was sind Optionsscheine, Futures und Swaps?
Diese Begriffe begegnen dir oft im Zusammenhang mit Derivaten. Alle drei zählen zu den Derivaten und beziehen sich auf den Kurs eines Basiswerts, nicht auf Eigentum am Vermögenswert selbst.
Optionsschein: Ein Vertrag, der dir das Recht gibt, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, aber nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums und ohne Eigentum bis zur Ausübung.
Future: Ein verpflichtender Vertrag, mit dem zwei Parteien vereinbaren, einen Basiswert zu einem festen Preis und Termin zu traden, ohne dass vorab Eigentum übertragen wird.
Swap: Ein Tauschvertrag, bei dem z.B. Zinszahlungen oder Währungen zwischen zwei Parteien getauscht werden, aber der Basiswert selbst gehört dir dabei nie.
Rechte
Mit dem Kauf von speziellen Aktien sicherst du dir konkrete Rechte gegenüber dem Unternehmen. Dazu zählt vor allem das Stimmrecht bei Hauptversammlungen. Dort können Anleger über wichtige Themen wie Geschäftsstrategie, Vorstand oder Dividendenpolitik mitentscheiden. Auch bei sogenannten Corporate Actions, z.B. Kapitalerhöhungen oder Aktiensplits, wirst du informiert und kannst teilweise aktiv Einfluss nehmen.
Derivate bieten diese Möglichkeiten nicht. Sie sind Verträge über die Kursentwicklung eines Basiswerts, ohne rechtliche Verbindung zum Emittenten des zugrunde liegenden Vermögenswerts. Als Halter eines Derivats hast du keine Mitbestimmung, kein Stimmrecht und erhältst keine Einblicke in unternehmensbezogene Vorgänge. Der Fokus liegt rein auf der Kursentwicklung des Basiswerts, nicht auf dessen Struktur oder Verwaltung.
Risiken
Das Risiko unterscheidet sich deutlich, je nachdem ob du Aktien oder Derivate nutzt. Derivate gelten häufig als spekulativer, weil sie oft auf Kursveränderungen über kurze Zeiträume ausgelegt sind. Es gibt aber auch Derivate, die für längere Strategien oder zur Absicherung eingesetzt werden. Bei Aktien ist das Risiko in der Regel direkter mit dem Unternehmen verbunden und besser einschätzbar, vor allem bei langfristigem Investieren.
Risiken bei Derivaten
Schon kleine Kursbewegungen können zu hohen Verlusten führen
In bestimmten Hebelprodukten kannst du mehr Geld verlieren als du eingesetzt hast, etwa bei Termingeschäften mit Nachschusspflicht
Manche Derivate können komplett an Wert verlieren
Derivate sind oft schwerer zu verstehen als Aktien, das kann zu Fehlern führen
Es kann passieren, dass du das Derivat nicht zum gewünschten Zeitpunkt verkaufen kannst
Risiken bei Aktien
Der Wert kann sinken, wenn sich das Unternehmen schlecht entwickelt
Auch wirtschaftliche oder politische Ereignisse können den Kurs beeinflussen
Wer nur in eine oder wenige Aktien investiert, trägt ein höheres Risiko
Selbst bei langfristigen Anlagen sind Verluste möglich
Zweck
Aktien werden in der Regel gekauft, um langfristig am Wachstum eines Unternehmens teilzuhaben. Viele Anleger kaufen sie, um regelmäßige Dividenden zu erhalten und damit Vermögen aufzubauen. Derivate dagegen sind flexiblere Finanzinstrumente, die vor allem für kurzfristige Strategien, Spekulation oder Absicherung eingesetzt werden. Sie werden häufiger von erfahrenen Anlegern gehandelt, die gezielt auf Kursveränderungen eines Basiswerts reagieren wollen.
Warum echte Aktien bei langfristigem Investieren im Vorteil sind
Wer langfristig investieren möchte, setzt häufig auf Unternehmen mit realem Geschäftsmodell. Genau das ermöglichen Aktien. Wenn du Aktien an der Börse hältst, bist du direkt beteiligt, nicht nur über ein Finanzprodukt, sondern über echtes Eigentum. Kurs und Wert hängen vom Unternehmen selbst ab. Du investierst nicht in einen Vertrag, sondern in das, was dahinter steht: reale Geschäftsmodelle, Umsätze, Strategien.
Viele Anleger entscheiden sich deshalb bewusst gegen Derivate. Sie wollen keinen Basiswert nachbilden, sondern direkt am Unternehmenswert beteiligt sein, ohne Hebelrisiken oder Laufzeiten im Blick behalten zu müssen.
Was echte Aktien langfristig attraktiv macht:
Du investierst in Unternehmen, nicht in Preisbewegungen
Dein Kursgewinn spiegelt die reale Entwicklung des Unternehmens
Du musst keine komplexen Derivatstrukturen verstehen oder verwalten
Aktien statt synthetischer Produkte: Investieren mit Bitpanda
Viele Anbieter setzen auf synthetische Finanzprodukte, bei denen du nicht direkt in eine Aktie investierst, sondern nur an deren Kursentwicklung teilnimmst. Bei Bitpanda ist das anders: Du investierst in echte Aktien*, die nach den geltenden regulatorischen Vorgaben verwahrt werden.
Auch wenn du dich für Aktienanteile entscheidest, bist du proportional am Unternehmen beteiligt. Das bedeutet: Du partizipierst direkt an der Wertentwicklung realer Unternehmen, ohne synthetische Konstrukte oder abgeleitete Finanzprodukte.
